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Photovoltaikanlagen in der Gebäudestrategie

Facility Management: Gebäude » Strategie » Dokumente » Photovoltaikanlagen

Strategische Fachdokumentation und technische Prüfrichtlinien für die Planung, den Betrieb und die regelmäßige Wartung von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden.

Photovoltaikanlagen als Bestandteil der Gebäudestrategie

Photovoltaikanlagen verbinden Energieerzeugung, Gebäudetechnik und bauliche Infrastruktur. Für das Facility Management endet ihre Betrachtung deshalb nicht mit Planung, Montage und Inbetriebnahme. Entscheidend ist, dass technische Ausführung, Dokumentation, Überwachung und Instandhaltung über den gesamten Lebenszyklus organisiert werden.

Eine vollständige Anlagendokumentation schafft hierfür die Grundlage.

Photovoltaikanlagen zuverlässig betreiben und Erträge sichern

Für jede Photovoltaikanlage sollten wesentliche technische und organisatorische Informationen nachvollziehbar vorliegen. Dazu gehören insbesondere:

  • Standort und Anlagenbezeichnung,

  • installierte Leistung,

  • Modul- und Wechselrichtertypen,

  • String- und Verschaltungsstruktur,

  • Übersichts- und Stromlaufpläne,

  • Einspeise- und Messkonzept,

  • Schutz- und Schaltkomponenten,

  • Netzanschlusspunkt,

  • gegebenenfalls Batteriespeicher,

  • Inbetriebnahme- und Prüfunterlagen sowie

  • Hersteller- und Gewährleistungsinformationen.

Bauliche Informationen zu Dachflächen, Befestigungssystemen und erforderlichen Wartungszugängen sollten ebenfalls mit der technischen Dokumentation verknüpft werden.

Ertrag und Anlagenzustand gemeinsam überwachen

Eine Photovoltaikanlage kann technisch weiterlaufen und dennoch deutlich weniger Energie erzeugen als erwartet. Deshalb sollte die Betriebsführung nicht ausschließlich auf Störmeldungen reagieren.

Ertragsdaten, Wechselrichterinformationen und gegebenenfalls String- oder Anlagenkennzahlen ermöglichen es, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen.

Ein geeigneter Prozess lautet:

Ertragsabweichung erkennen → Ursache eingrenzen → Anlage kontrollieren → Maßnahme durchführen → Ertrag erneut bewerten

Damit wird Monitoring zu einem Instrument der Ertragssicherung.

Dach und Photovoltaik als gemeinsames System betrachten

Bei Dachanlagen entstehen wichtige Schnittstellen zwischen elektrischer Anlage und Gebäudehülle. Wartungs- und Reparaturarbeiten am Dach müssen trotz installierter Module möglich bleiben.

Zu berücksichtigen sind beispielsweise:

  • Dachentwässerung,

  • Wartungswege,

  • Absturzsicherung,

  • Dachabdichtung,

  • Durchdringungen,

  • Verschattung,

  • Schneelasten,

  • Zugänglichkeit technischer Komponenten sowie

  • spätere Dachinstandsetzungen.

Änderungen an Dach oder Photovoltaikanlage sollten deshalb immer auf mögliche Wechselwirkungen geprüft werden.

Prüfungen und Instandhaltung organisieren

Photovoltaikanlagen sind elektrische Anlagen und benötigen eine definierte technische Betriebsführung. Prüfungen, Sichtkontrollen, Wartungsmaßnahmen und Störungsbearbeitung sollten eindeutig terminiert und Verantwortlichen zugeordnet werden.

Auch Wechselrichter, Schutzgeräte, Steckverbindungen, Leitungswege und gegebenenfalls Speichertechnik müssen in das Anlagen- und Instandhaltungsmanagement aufgenommen werden.

Lebenszyklus und Erneuerung vorausplanen

Nicht alle Komponenten besitzen dieselbe technische Nutzungsdauer. Insbesondere elektronische Komponenten können während der Lebensdauer der Module bereits Ersatz- oder Modernisierungsbedarf entwickeln.

Anlagenhistorie, Störungen, Ertragsentwicklung und Reparaturkosten liefern dafür wichtige Entscheidungsgrundlagen.

Eine belastbare Photovoltaikdokumentation verbindet deshalb:

Planung → Errichtung → Prüfung → Betrieb → Monitoring → Instandhaltung → Änderung → Erneuerung

So wird die Photovoltaikanlage von einer einmaligen Investition zu einem transparent steuerbaren Bestandteil des Gebäudes. Ziel ist eine Anlage, die langfristig sicher betrieben werden kann, ihre erwartete Energieerzeugung möglichst zuverlässig erreicht und bei Arbeiten am Gebäude vollständig in die Facility-Management-Prozesse integriert bleibt.