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Technische Infrastruktur

VERWALTUNG DER TECHNISCHEN INFRASTRUKTUR FÜR OPTIMALE GEBÄUDEFUNKTIONALITÄT

VERWALTUNG DER TECHNISCHEN INFRASTRUKTUR FÜR OPTIMALE GEBÄUDEFUNKTIONALITÄT

Eine professionelle Verwaltung der technischen Infrastruktur ist entscheidend, um einen störungsfreien Betrieb von Gebäudesystemen wie HVAC, Beleuchtung und Sicherheit sicherzustellen. Durch Überwachung, Wartung und effizientes Energiemanagement optimieren wir die Funktionalität und Leistung Ihrer technischen Systeme.

Verwaltung der technischen Infrastruktur

Die Planung und Realisierung basiert auf den anerkannten Regeln der Technik und den gängigen Normen und Richtlinien und beinhaltet folgende Aspekte:

  • Die Erstellung eines Erschließungsplans für die Regenwasser-, Schmutzwasser- und Trinkwasserversorgung.

  • Die Berücksichtigung von Vorgaben hinsichtlich der Feuerlöschversorgung und die Überlegung einer Außenbewässerung.

  • Die Planung der Nahwärme- und Gasversorgung.

  • Die Berücksichtigung der Leistung und Lage der vorhandenen Heizanlagen.

  • Die stromseitige Erschließung des Geländes, einschließlich der Lage der Trafostation und des Versorgungsrings auf dem Gelände.

Darüber hinaus liegt der Fokus auf der Nachhaltigkeit des neuen Standorts. Hierzu gehören:

  • Die Untersuchung von möglichen Energiekonzepten mit regenerativer Energieversorgung, wie zum Beispiel Photovoltaik, Solar- oder Geothermie.

  • Die Vorstellung dieser Konzepte dem Auftraggeber (AG) als Entscheidungsgrundlage, abhängig vom noch zu bestimmenden Standort.

Siehe Produktionsgebäude

Die Gebäudeautomation beinhaltet verschiedene Elemente und Aufgaben:

  • Sie besteht aus Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen als Hardware sowie dazugehöriger Software.

  • Sie koordiniert und verwaltet Anforderungen an die Gebäude hinsichtlich Energieeffizienz, Gesundheitsschutz, Nutzungsflexibilität, Reduzierung der CO2-Emissionen und Senkung der Betriebskosten der technischen Anlagen.

  • Sie übernimmt die Aufgabe des optimalen gewerkeübergreifenden Überwachens, Führens und Dokumentierens der vorgegebenen, anlagenspezifischen Einstellwerte und Parameter.

  • Sie vernetzt Bedienelemente, Verbraucher und andere technische Einheiten im Gebäude und fasst Betriebsabläufe in Szenarien zusammen.

  • Sie ermöglicht eine hohe Flexibilität bei nachträglichen Änderungen.

  • Sie sorgt für eine kontinuierliche Kontrolle der Betriebskosten durch ein Energiemonitoring.

  • Sie führt eine kontinuierliche energetische Bewertung der Anlagen und des gesamten Gebäudes im laufenden Betrieb durch und dokumentiert diese.

  • Sie bietet optimierte Betriebssicherheit durch die Einbindung sämtlicher Gewerke in das Gebäudeautomationssystem.

  • Sie berücksichtigt Energieeffizienz bzw. -einsparung durch nutzerangepasste Funktionen.

  • Sie ermöglicht eine einfachere Erweiterbarkeit und Flexibilität durch kommunikative Systeme.

  • Die einzelnen technischen Anlagen müssen unabhängig von einer übergeordneten Management- und Bedieneinrichtung funktionsfähig sein.

  • Bei Störungen sollen grundlegende Funktionen der technischen Anlagen durch einfache Eingriffe aufrechterhalten werden können.

  • Die notwendigen Prüfungs-, Wartungs- und Inspektionsleistungen müssen festgelegt werden, wobei die Qualitäts- und Verfügbarkeitsansprüche für die gesamte Gebäudetechnik zu berücksichtigen sind.

Die Wärmeabgabe in den Büroflächen beruht auf folgenden Prinzipien und Systemen:

  • Primäre Wärme- und Kühlversorgung: Dies erfolgt über eine kombinierte akustisch wirksame Heiz-/Kühldecke und über die Raumluftanlagen.

  • Regelung der Heiz-/Kühldecken: Die Steuerung der Heiz-/Kühldecken erfolgt in nutzungstypischen und wirtschaftlichen Zonen. Jeder Raum ist individuell regulierbar. Dies basiert auf der Raumaufteilung und dem Nutzungskonzept des Mieters (Anlage zum Mietvertrag).

  • Ringleitungssystem: Das Ringleitungssystem der Gewerke ist so konzipiert, dass ein Havariefall in einzelnen Gebäudeabschnitten nicht zum Ausfall des gesamten Systems führt.

Die Raumtemperierung folgt den folgenden Grundsätzen:

  • Minimierung des Energiebedarfs: Das System ist auf Energieeffizienz ausgelegt, um den Energiebedarf zu minimieren.

  • Optimale Behaglichkeit: Das System bietet ein komfortables Raumklima für die Nutzer.

  • Eingriffsmöglichkeit für den Nutzer: Die Nutzer haben die Möglichkeit, das System individuell zu steuern und anzupassen.

  • Maximale Flexibilität: Das System bietet maximale Flexibilität für unterschiedliche Raumnutzungen und Anforderungen.

  • Minimierte Luftmengen: Das System verwendet minimale Luftmengen, um Effizienz zu gewährleisten.

  • Minimierter Platzbedarf: Es wird minimaler Platz für Steigezonen und Verteilebenen benötigt.

  • Minimale Investitions- und Folgekosten: Das System ist so ausgelegt, dass die Investitions- und Folgekosten minimiert werden.

  • Wartungsfreundlichkeit: Das System ist wartungsfreundlich gestaltet, um den Aufwand für die Instandhaltung zu reduzieren.

Die Neukonzeption von Lüftungsanlagen und deren Komponenten basiert auf folgenden Rahmenbedingungen:

  • Hygienischer Luftwechsel: Für die unterschiedlichen Zonen und Versorgungsbereiche werden die erforderlichen Außenluftmengen auf den hygienischen Luftwechsel beschränkt.

  • Effiziente WRG-Systeme: Alle Lüftungsanlagen müssen mit effizienten Wärmerückgewinnungssystemen (WRG-Systemen) ausgestattet sein.

  • Mindestluftwechselrate: Eine Luftwechselrate von 2 darf nicht unterschritten werden, gemäß den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung.

  • Split-Klimageräte für Technikräume: Für Technikräume sind, wenn erforderlich, Split-Klimageräte vorzusehen.

Siehe Produktion

Die Gestaltung und Planung der Beleuchtung basiert auf folgenden Prinzipien und Richtlinien:

  • Visueller Komfort: Der visuelle Komfort an Arbeitsplätzen bildet die Grundlage für effizientes und leistungsförderndes Arbeiten.

  • Tageslichtnutzung: Eine gute Tageslichtnutzung bietet ein hohes Energieeinsparpotenzial für künstliche Beleuchtung.

  • Nutzerzufriedenheit: Die Akzeptanz des Raumklimas, insbesondere die Lichtbedingungen, steht in starkem Zusammenhang mit der Zufriedenheit der Nutzer.

  • Ausreichende Beleuchtung: In allen ständig genutzten Innenräumen muss eine ausreichende und störungsfreie Beleuchtung gesichert werden.

  • Lichtlenkende Elemente: Der geeignete Einsatz von lichtlenkenden Elementen ist zu untersuchen.

  • Ausblick: Der Ausblick als Indikator für Tageszeit, Ort, Wetterbedingungen usw. ist für jeden Arbeitsplatz von hoher Bedeutung und entsprechend in der Planung zu berücksichtigen.

  • Normative Vorgaben und Arbeitsstättenverordnung: Diese sind maßgebend für die Planung.

  • Einhaltung der Kenngrößen: Beleuchtungsstärken, Gleichmäßigkeit, Farbwiedergabe und Blendung sind rechnerisch zu belegen und zu dokumentieren.

  • Leuchtmittel: Die eingesetzten Leuchtmittel müssen der EU-Effizienzklasse A entsprechen.

  • Schaltgruppen: Generell sind fensternahe und raumseitige Leuchten in getrennten Schaltgruppen auszuführen.

  • Präsenzmelder: Der Einsatz von Präsenzmeldern zur Schaltung der Beleuchtung ist zu bevorzugen.

  • Tageslichtsteuerung: In Räumen mit Tageslicht ist die Option der Tageslichtsteuerung mit Dimm-Funktion zu untersuchen und zu bewerten.

Mindestbeleuchtungsstärken (die bei Übergabe um mindestens 10 % übertroffen werden müssen):

  • Büroräume, Bibliothek, Work-Café raumbezogene Beleuchtung: 800 lx

  • Verkehrszonen: 300 lx

  • WC-Räume, Teeküchen: 200 lx

  • Treppenhäuser: 150 lx

  • Besprechungs- und Konferenzräume: 800 lx

  • Lobby: 300 lx

  • Technikräume: 200 lx

Die Installation und Nutzung von Doppelböden folgt den folgenden Prinzipien:

  • Flexibilität: Doppelböden (Hohlraumböden) bieten Flexibilität im laufenden Betrieb und bei nachträglichen Änderungen.

  • Flächendeckende Installation: Doppelböden sind bisher flächendeckend vorgesehen.

  • Medienzuführung: Die notwendige Infrastruktur für die Medienzuführung wird durch die Installation in der abgehängten Decke und Raumteiler/Systemtrennwände gelöst.

Das Wärmeschutzkonzept des Gebäudes folgt folgendem Prinzip:

  • Null-Emissions-Ziel: Das Gebäude ist so konzipiert und ausgelegt, dass es das Ziel der Null-Emissionen erreicht, um einen maximalen Wärmeschutz und eine optimale Energieeffizienz zu gewährleisten.

Der Schutz gegen sommerliche Überwärmung basiert auf folgenden Prinzipien und Strategien:

  • Minimierung des solaren Eintrags: Das Ziel des sommerlichen Wärmeschutzes besteht darin, den solaren Eintrag über die Fassadenflächen zu minimieren.

  • Moderater Fensterflächenanteil: Ein moderater Fensterflächenanteil wird empfohlen, um sowohl den Wärmeschutz als auch die ausreichende Tageslichtversorgung der Arbeitsplätze zu gewährleisten.

  • Nutzung natürlicher Belichtung: Bei tageslichtorientierten Arbeitsplätzen spielt die Nutzung der natürlichen Belichtung eine wichtige Rolle.

  • Außenliegender Sonnenschutz: Bei Verglasungselementen ist ein außenliegender Sonnenschutz zweckmäßig.

  • Einsatz von lichtlenkenden Elementen: Die Verwendung von lichtlenkenden Elementen sollte in Erwägung gezogen werden.

  • Individuell optimierte Lösungen: Für die einzelnen Fassadenflächen müssen optimierte Lösungen gefunden werden.

  • Abstimmung der Fassadenelemente: Die Kombination aus außenliegendem Sonnenschutz, Verglasung, innerem Blendschutz und den opaken Anteilen der Fassade muss aufeinander abgestimmt sein.

Der thermische Komfort ist basierend auf den folgenden operativen Temperaturen zu gewährleisten:

  • Einzel-/Gruppenbüro: Im Winter beträgt die operative Temperatur 22 °C, während sie im Sommer zwischen 22 °C und 26 °C liegt.

  • Großraumbüro: Die operative Temperatur beträgt im Winter 22 °C und im Sommer zwischen 22 °C und 26 °C.

  • Kombibüro: Die operative Temperatur beträgt im Winter 22 °C und im Sommer zwischen 22 °C und 26 °C.

  • Besprechungsräume: Hier liegt die operative Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer bei 22 °C.

  • Konferenzräume: In diesen Räumen beträgt die operative Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer 22 °C.

  • Flure: Die operative Temperatur beträgt im Winter 20 °C und im Sommer zwischen 20 °C und 26 °C.

  • Lobby/Empfang: Hier liegt die operative Temperatur im Winter bei 22 °C und im Sommer zwischen 22 °C und 26 °C.

  • Sanitärräume: Die operative Temperatur beträgt im Winter 20 °C und im Sommer zwischen 20 °C und 26 °C.

  • Lager/Archiv: Die operative Temperatur beträgt sowohl im Winter als auch im Sommer 18 °C.

  • Technikräume: Die operative Temperatur beträgt sowohl im Winter als auch im Sommer 18 °C.

  • Für weitere technische Vorgaben wird auf das Raumbuch verwiesen.

Das Energiekonzept könnte folgende Bestandteile umfassen:

  • Einsatz von Photovoltaik-Anlagen und Stromspeichern zur Eigenproduktion von Strom.

  • Vermeidung der Überdimensionierung von (RLT-) Anlagen.

  • Nutzung freier Rückkühlung.

  • Einsatz von Absorptionskälte & KWK-Nutzung; Heizung oder Wärmepumpen.

  • Einsatz regenerativer Wärme- und Kälteversorgung, z.B. mittels Eisspeichern.

  • Verwendung eines Kaltwassernetzes mit Pufferspeicherung.

  • Integration von Labor- und Messräumen über dezentrale Lösungen.

  • Einsatz einer visualisierten Leittechnik, die dezentral und mobil abfragbar ist.

  • Verschattung der Hallenbereiche durch Büro- oder Verwaltungsgebäude.

  • Verschattung durch Begrünung.

  • Einbau von Sonnenschutzverglasungen.

  • Einrichtung von Kühldecken in Besprechungs- und Kommunikationsbereichen.

  • Maximierung der Tageslicht-Transmission.

  • Nutzung von E-Mobilität aus eigenproduziertem Strom.

Zusätzliche Anforderungen:

  • Einhaltung spezifischer Anforderungen, wie z.B. IBN / R&D Prozesswasser 14/6 °C.

  • Berücksichtigung der Notwendigkeit redundanter Anlagen.

  • Optimierung der baulichen Hülle zur Reduzierung des Heiz- und Kühlenergiebedarfs.

  • Einsatz passiver Maßnahmen zum winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz.

  • Ausrichtung der Versorgungstechnik auf das Lastprofil des Campus und dessen Nutzung.

  • Berücksichtigung der Standortfaktoren zur Reduzierung von Transmissionsverlusten.

  • Bei Bedarf thermische Aktivierung der Gründungsmaßnahmen und Integration in das Energiekonzept.

Kriterien für die Entwicklung und Umsetzung des Energiekonzepts:

  • Berücksichtigung der Aspekte der Energieeinsparung und der Reduzierung der CO2-Emissionen.

  • Fokus auf wirtschaftliche Kriterien.

  • Vergleich der Investitionskosten gegenüber den zu erwartenden Betriebskosteneinsparungen.

  • Gegenüberstellung der Kosten im Rahmen eines Wirtschaftlichkeitsvergleichs unter Berücksichtigung der Entwicklung der Energiekosten.

  • Transparenz und Einfachheit des Konzepts für den Betreiber und die Nutzer.

  • Kontinuierliche Baubegleitung und Qualitätssicherung vom Planungsbeginn bis zu den ersten Betriebsjahren.

  • Integration der Komponenten in ein offenes Gebäudeleittechnik-System zur Gewährleistung eines problemlosen Betriebs.

  • Erarbeitung energetischer Planungsgrundlagen und Durchführung einer energetischen Qualitätssicherung während der Planungs- und Bauphase.

  • Vermeidung von überhöhten Energieverbrauchswerten und entsprechend hohen Betriebskosten.

Die Planung für den Brandschutz umfasst folgende Aspekte:

  • Vorbeugender Brandschutz: Dieser bezieht sich auf passive Maßnahmen, die in den Bauordnungen, Sonderbauverordnungen und Verwaltungsvorschriften festgelegt sind. Dazu gehören Mindestanforderungen an Baustoffe, Bauteile, Brandabschnitte und Rettungswege.

  • Abwehrender Brandschutz: Dies sind aktive Maßnahmen, die in den Feuerschutz- und Hilfegesetzen sowie weiteren Rechtsvorschriften geregelt sind.

  • Individuelles Brandschutzkonzept: Abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Gebäudes kann ein individuelles Brandschutzkonzept erforderlich sein, das Abweichungen von den gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt.

  • Risikoanalyse: Diese umfasst die Berücksichtigung der Nutzung des Gebäudes, der Bauweise, der Brandlasten und des abwehrenden Brandschutzes.

  • Ziele des Brandschutzkonzeptes: Beschreibung der einzelnen Komponenten des Brandschutzes und deren Abstimmung untereinander.

  • Löschwasserbedarf: Die Menge an benötigtem Löschwasser wird in Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle festgelegt.

  • Zugänglichkeit: Jeder Brandabschnitt muss an mindestens einer Seite zur Außenwand liegen und von dort aus für die Feuerwehr zugänglich sein.

  • Rettungswege: Zu den Rettungswegen gehören notwendige Flure, Treppen und Ausgänge ins Freie. Jeder Raum mit einer Fläche von mehr als 200 m² muss mindestens zwei Ausgänge haben.

  • Rettungsweglängen: Abhängig von der Raumhöhe können sich die maximal zulässigen Rettungsweglängen erhöhen.

  • Freihaltung von Zufahrten und Flächen für die Feuerwehr: Notwendige Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen sowie Umfahrten für die Feuerwehr müssen ständig freigehalten und entsprechend gekennzeichnet sein.