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Türen und Tore (kraftbetätigt)

Facility Management: Gebäude » Betrieb » Türen und Tore

Betrieb und Wartung von Türen und Toren im Gebäudemanagement

Türen und Tore im Gebäudebetrieb

Kraftbetätigte Türen und Tore übernehmen im Gebäude unterschiedliche Funktionen. Sie ermöglichen Personen- und Warenverkehr, trennen Nutzungsbereiche, steuern Zufahrten und können Bestandteil von Sicherheits-, Brandschutz- oder Zutrittskonzepten sein. Gleichzeitig entstehen durch automatisch oder motorisch bewegte Bauteile besondere Gefährdungen, beispielsweise durch Quetschen, Scheren, Anstoßen oder Einziehen.

Für das Facility Management sind deshalb technische Sicherheit, Verfügbarkeit, Prüfung und Instandhaltung gemeinsam zu betrachten.

Türen und Tore systematisch prüfen und instand halten

Grundlage eines belastbaren Betriebs ist ein vollständiger Anlagenbestand. Für relevante Türen und Tore sollten insbesondere dokumentiert werden:

  • Anlagen-ID und Standort,

  • Bauart und Verwendungszweck,

  • Hersteller und Typ,

  • Antriebs- und Steuerungssystem,

  • vorhandene Schutzeinrichtungen,

  • Einbindung in Zutritts- oder Gebäudeautomation,

  • gegebenenfalls Fluchtweg- oder Brandschutzfunktion sowie

  • Wartungs- und Prüfanforderungen.

Damit lassen sich unterschiedliche Anlagen nach ihrer tatsächlichen Funktion und Kritikalität steuern.

Sicherheitsfunktionen regelmäßig beachten

Kraftbetätigte Türen und Tore müssen so betrieben werden, dass ihre Bewegung Personen nicht gefährdet. Die ASR A1.7 enthält hierzu Anforderungen für Arbeitsstätten und behandelt unter anderem Sicherungseinrichtungen sowie die Prüfung kraftbetätigter Türen und Tore.

Zu betrachten sind beispielsweise Lichtschranken, Kontaktleisten, Sensoren, Kraftbegrenzungen, Not-Halt-Funktionen und andere Schutzeinrichtungen.

Ein scheinbar kleiner Defekt an einer Sicherheitseinrichtung kann die Risikosituation der gesamten Anlage wesentlich verändern.

Wartung und Prüfung unterscheiden

Regelmäßige Wartung dient insbesondere dazu, Verschleiß zu erkennen, Funktionen zu erhalten und ungeplante Ausfälle zu reduzieren. Prüfungen beurteilen dagegen, ob sich die Anlage hinsichtlich der relevanten Sicherheitsanforderungen in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet.

Für kraftbetätigte Türen und Tore sieht die ASR A1.7 eine sachgerechte Prüfung durch eine entsprechend qualifizierte Person vor; wiederkehrende Prüfungen sind grundsätzlich mindestens jährlich vorgesehen.

Wartung und Prüfung ergänzen sich, ersetzen einander jedoch nicht.

Störungen nach Kritikalität behandeln

Nicht jede Störung besitzt dieselben Auswirkungen. Ein defektes Industrietor kann Logistikprozesse beeinträchtigen, eine gestörte automatische Eingangstür die Barrierefreiheit einschränken und ein Fehler an einer Tür mit Flucht- oder Sicherheitsfunktion unmittelbar höhere Priorität besitzen.

Deshalb sollte ein geregelter Prozess gelten:

Störung erkennen → Sicherheitswirkung bewerten → gegebenenfalls sichern oder außer Betrieb nehmen → Instandsetzung → Funktionskontrolle → Wiederfreigabe

Betriebsdaten für Erneuerungsentscheidungen nutzen

Störungshäufigkeit, Reparaturkosten, Ersatzteilverfügbarkeit und wiederkehrende Sicherheitsmängel liefern wichtige Hinweise auf den technischen Zustand einer Anlage.

Diese Informationen sollten nicht nur für die Entstörung genutzt werden, sondern auch in die mittel- und langfristige Erneuerungsplanung einfließen.

Ein professionelles Türen- und Tormanagement verbindet damit Anlagenbestand, Sicherheit, Wartung, Prüfung, Störungsmanagement und Lebenszyklusplanung. Ziel sind Türen und Tore, die ihre Funktion zuverlässig erfüllen, sicher betrieben werden können und über ihre Nutzungsdauer wirtschaftlich beherrschbar bleiben.