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Kanal- und Schachtbauwerke

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Kanal- und Schachtbauwerke

Kanal- und Schachtbauwerke

Kanal- und Schachtbauwerke sind essentielle Bestandteile der Grundstücksentwässerung aller Gebäudetypen. Sie dienen der sicheren Sammlung, dem Transport und der Einleitung von Abwasser und Niederschlagswasser, schützen die Bausubstanz und gewährleisten die öffentliche Sicherheit. Facility-Manager in Deutschland sind dafür verantwortlich, dass alle relevanten Unterlagen für die Ausführung, Prüfung, Wartung und den Betrieb angefordert, geprüft, archiviert und aktuell gehalten werden. Diese Unterlage fasst die obligatorische und praxisbewährte Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus zusammen und orientiert sich an den Vorgaben der Hamburgischen Bauordnung (HBauO), der DIN 18306 (VOB/C ATV), der DIN 1986‑30 und der DIN 1986‑3. Ziel ist, sowohl Verkehrssicherheit als auch Umweltschutz sicherzustellen.

Instandhaltung und Kontrolle von Kanal- und Schachtbauwerken

Erforderliche Dokumente für Kanal- und Schachtbauwerke- Protokolle über durchgeführte Grundstücksbegehungen – Verkehrssicherheit

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Inhalt

Dokumenttitel/Typ

Protokolle über durchgeführte Grundstücksbegehungen (Verkehrssicherheit)

Zweck & Anwendungsbereich

Liefert den nachweisbaren Beleg dafür, dass die Verkehrssicherheit rund um Kanal- und Schachtbauwerke regelmäßig kontrolliert und dokumentiert wird; erfüllt die Sorgfaltspflicht des Eigentümers.

Relevante Vorschriften

HBauO § 3 „Allgemeine Anforderungen“ verlangt, dass Anlagen so angeordnet, errichtet und instand gehalten werden, dass die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet wird. HBauO § 19 schreibt vor, dass bauliche Anlagen und nicht überbaute Flächen verkehrssicher sein müssen und den öffentlichen Verkehr nicht gefährden dürfen.

Schlüssel­elemente

• Prüfintervalle und -daten • Verantwortlicher Prüfer • Festgestellte Gefahren oder Mängel • Fotos/Kartenmaterial • Empfohlene Maßnahmen zur Mängelbeseitigung

Verantwortliche Person

Beauftragte Person mit Kenntnissen der allgemeinen Verkehrssicherheit (vom Facility-Manager/Eigentümer delegiert).

Praktische Hinweise

Das Protokoll dient als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und bei Haftungsfragen; gewährleistet eine fortlaufende Kontrolle der Verkehrssicherheitspflichten.

Durch die Dokumentation von Begehungen kann der Betreiber nachweisen, dass er seiner Verkehrssicherungspflicht nachkommt. Die Hamburgische Bauordnung verpflichtet Eigentümer zur Gefahrenabwehr und zur verkehrssicheren Gestaltung sowohl von Bauwerken als auch von angrenzenden Flächen. Das Protokoll minimiert daher das Haftungsrisiko bei Unfällen infolge offener Schachtabdeckungen oder beschädigter Kanäle.

Dichtheitsprüfungsnachweis – Entwässerungskanäle

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Inhalt

Dokumenttitel/Typ

Nachweis der Dichtheitsprüfung – Entwässerungskanäle

Zweck & Anwendungsbereich

Bestätigt, dass installierte Entwässerungskanäle wasserdicht sind und den bautechnischen Vorgaben entsprechen. Schützt Boden und Grundwasser vor Verunreinigungen.

Relevante Vorschriften

DIN 18306 (VOB/C ATV) führt die „Prüfung auf Wasserdichtheit“ als besondere Leistung auf, inklusive der Herstellung und Beseitigung der für die Prüfung erforderlichen Verankerungen und Verschlüsse.

Schlüssel­elemente

• Prüfverfahren (Luft- oder Wasserdruck) • Prüfdruck, Prüfzeit, zulässige Wasserzugabe • Messergebnisse • Bestanden/nicht bestanden • Unterschriften des Auftragnehmers und des Zeugen

Verantwortliche Person

Auftragnehmer/Ausführungsfirma; die Prüfung wird oft durch Sachkundige oder anerkannte Fachbetriebe durchgeführt.

Praktische Hinweise

Der Dichtheitsnachweis ist Bestandteil der Bauabnahme, Voraussetzung für Gewährleistungsansprüche und wichtig für den Umweltschutz. Er sollte mit den Abnahmeunterlagen abgelegt werden.

Die Dichtheitsprüfung ist eine gesetzlich geforderte Qualitätskontrolle. In der DIN 18306 wird die Prüfung auf Wasserdichtheit als besondere Leistung genannt; außerdem müssen die für die Prüfung benötigten Verschlüsse und Verankerungen bereitgestellt werden. Durch eine dokumentierte Dichtheitsprüfung lassen sich Umweltbelastungen und spätere Sanierungskosten verhindern.

Bestandsdokumentation – Entwässerungskanäle

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Inhalt

Dokumenttitel/Typ

Bestandsdokumentation – Entwässerungskanäle

Zweck & Anwendungsbereich

Erstellt ein vollständiges Register der verlegten Kanäle und Schächte; bildet die Grundlage für den langfristigen Betrieb, die Inspektion und die Instandhaltung.

Relevante Vorschriften

DIN 18306 nennt als besondere Leistung das Anfertigen von Bestandsdokumentationen.

Schlüssel­elemente

• Aufmaßpläne („As-built“) • Angaben zu Abmessungen, Materialien, Tiefen • GPS- oder Koordinatenangaben • Eindeutige Kennnummern • Einbaudatum

Verantwortliche Person

Auftragnehmer/Ausführungsfirma; oftmals in Zusammenarbeit mit Vermessungstechniker:innen.

Praktische Hinweise

Die Daten fließen in CAFM‑Systeme ein und ermöglichen eine lückenlose Lebenszyklusverfolgung; sie sind die Basis für Inspektionen, Reparaturen und Haushaltsplanung.

Eine genaue Bestandsdokumentation erleichtert die präventive Wartung, die Lokalisierung von Schäden und die Einhaltung langfristiger Bewirtschaftungsziele. Laut DIN 18306 gehört das Einmessen der Kanal- und Leitungsteile sowie das Anfertigen von Bestandsplänen zu den besonderen Leistungen.

Dichtheitsnachweis – Entwässerungssysteme für Gebäude und Grundstücke

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Inhalt

Dokumenttitel/Typ

Dichtheitsnachweis – Entwässerungssysteme für Gebäude und Grundstücke

Zweck & Anwendungsbereich

Bestätigt die Gesamtdichtheit des Entwässerungssystems gemäß Umwelt- und Gewässerschutz. Bezieht sich auf Grundleitungen, Schächte und alle Leitungen im Erdreich.

Relevante Vorschriften

DIN 1986‑30 regelt die Instandhaltung von in Betrieb befindlichen Entwässerungsanlagen; sie erfordert eine optische Zustandserfassung und die Erstellung von Prüfprotokollen sowie die Dokumentation und Bewertung festgestellter Schäden. DIN 1986‑3 enthält Wartungs- und Betriebsvorgaben für Entwässerungsanlagen.

Schlüssel­elemente

• Beschreibung der geprüften Systemabschnitte • Prüfmethode und eingesetzte Geräte • Ergebnisse (bestanden/nicht bestanden) • dokumentierte Undichtigkeiten und Sanierungsempfehlungen • Sachverständigenbescheinigung

Verantwortliche Person

Sachverständige für Entwässerungssysteme (z. B. zertifizierte Kanalinspekteure).

Praktische Hinweise

Dichtheitsnachweise sind bei der Inbetriebnahme und in regelmäßigen Abständen vorzulegen; sie dienen als Nachweis bei Umweltprüfungen und gegenüber Behörden.

Die DIN 1986‑30 zielt auf den Schutz von Boden und Grundwasser ab und verpflichtet Grundstückseigentümer, den ordnungsgemäßen Zustand der Entwässerungsanlage sicherzustellen. Vor einer Dichtheitsprüfung muss in der Regel eine optische Zustandserfassung erfolgen, bei der die vorhandenen Pläne überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Der Nachweis der Dichtheit kann auch durch eine Kanalfernsehanlage erbracht werden, wenn bei der optischen Inspektion keine sichtbaren Schäden und Fremdwassereintritte festgestellt werden. Die Dokumentation der Prüfung enthält alle Testergebnisse und Sanierungsvorschläge sowie die Unterschrift des Sachverständigen.

Dokumentation festgestellter Schäden – Grundstücksentwässerung

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Inhalt

Dokumenttitel/Typ

Dokumentation festgestellter Schäden – Grundstücksentwässerungsanlagen

Zweck & Anwendungsbereich

Hält im Betrieb oder bei Wartungsmaßnahmen entdeckte Schäden fest; bildet die Grundlage für die Reparatur- und Risikoanalyse.

Relevante Vorschriften

DIN 1986‑30 fordert in Abschnitt 5.3 die Dokumentation und Bewertung der im Rahmen der optischen Inspektion und Dichtheitsprüfung festgestellten Schäden.

Schlüssel­elemente

• Datum und Ort des Schadens  • Beschreibung des Schadens (Risse, Undichtigkeiten, Wurzeleinwuchs, Ablagerungen usw.)  • Einstufung der Schadensschwere  • empfohlene Maßnahmen  • Foto- oder Videobelege

Verantwortliche Person

Betreiber und Wartungspersonal; bei umfangreichen Schäden Beteiligung von Sachverständigen.

Praktische Hinweise

Die Dokumentation dient zur Priorisierung von Sanierungen, zur Budgetierung und zur Vermeidung von Sicherheits- oder Umweltgefahren. Sie sollte digital erfasst werden, um eine spätere Einbindung in Kataster- oder CAFM‑Systeme zu ermöglichen.

Die DIN 1986‑30 verlangt, dass jeder untersuchte Leitungsstrang getrennt dokumentiert wird und für jede Haltung eine Haltungsgrafik sowie eine Videodokumentation erstellt werden. Die festgestellten Schäden sind durch Einzelbilder zu belegen, und die Daten sollten digital aufbewahrt werden, um eine spätere Zustandsklassifizierung nach Regelwerken wie DWA M 149 zu ermöglichen. Eine sorgfältige Schadensdokumentation ermöglicht eine gezielte Sanierungsplanung und reduziert Umwelt- und Haftungsrisiken.

Statische Berechnungen – Entwässerungskanäle

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Inhalt

Dokumenttitel/Typ

Statische Berechnungen – Entwässerungskanäle

Zweck & Anwendungsbereich

Weist nach, dass Kanal- und Schachtbauwerke die erforderliche Tragfähigkeit gegenüber Bodenlasten, Verkehrslasten und Grundwasserkräften besitzen und langfristig standsicher sind.

Relevante Vorschriften

DIN 18306 nennt als besondere Leistung das Liefern statischer Berechnungen für Entwässerungskanäle und Schächte inklusive Schal‑ und Bewehrungspläne für Sonderbauwerke.

Schlüssel­elemente

• Lastannahmen (Erd- und Verkehrslasten) • Tragwerksmodell • Dimensionierung von Schächten und Leitungen • Nachweis der Sicherheitsbeiwerte • Unterschrift des qualifizierten Tragwerksplaners

Verantwortliche Person

Auftragnehmer/Ausführungsfirma in Kooperation mit Tragwerksingenieur:innen.

Praktische Hinweise

Statische Berechnungen werden im Rahmen der Ausführungsplanung erstellt und sind Voraussetzung für die baurechtliche Genehmigung sowie für sicherheitstechnische Prüfungen im Betrieb.

Die Lieferung statischer Berechnungen ist gemäß DIN 18306 eine besondere Leistung. Sie stellt sicher, dass Schächte und Kanäle den zu erwartenden Belastungen standhalten und schützt vor Setzungen oder Einstürzen. Für Facility-Manager dienen die Berechnungen zur Prüfung der Tragfähigkeit bei baulichen Veränderungen oder erhöhten Verkehrslasten.