Dachverkleidungen
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Dachverkleidungen
Dachverkleidungen sind essenzielle Bestandteile der Gebäudehülle und dienen dem Witterungsschutz, der Wärmedämmung sowie der architektonischen Gestaltung. In Deutschland unterliegen sie strengen Anforderungen nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/C) und den jeweiligen DIN-Normen (u. a. DIN 18338, DIN 18339, DIN 18350). Im Facility Management stellen die zugehörigen Dokumente sicher, dass Planung, Ausführung, Prüfung und Wartung nachweislich den technischen und rechtlichen Standards entsprechen. Sie dienen insbesondere als Grundlage für Baudokumentation, Gewährleistungsmanagement, Sicherheitsprüfungen und Betriebsphase-Compliance.
Fassadennahe Dachverkleidung im Überblick
Montage- und Verlegeplan – Klempnerarbeiten
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Montage- und Verlegeplan |
| Zweck und Umfang | Darstellung der Ausführung von Blechverkleidungen, Dachrinnen, Kehlen, Anschlüssen und Abdeckungen; dient als Grundlage für Montage, Abstimmung und spätere Wartung. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18339 (VOB/C ATV – Klempnerarbeiten) |
| Schlüsselelemente | • Detailzeichnungen der Bauteile und Anschlussstellen |
| Verantwortlicher | Contractor / executing company (Auftragnehmer, ausführendes Unternehmen) |
| Praktische Hinweise | Dient im Facility Management als Grundlage für Nachweise bei Sanierungen oder Schadensanalysen. Wird in der Bestandsdokumentation archiviert und bei Wartungsarbeiten überprüft. |
Erläuterung
Der Montage- und Verlegeplan ist ein zentrales Dokument, das sicherstellt, dass alle Dachklempnerarbeiten präzise, materialspezifisch und regelkonform ausgeführt werden. Für den FM-Bereich ist er besonders wichtig zur Identifizierung von Anschlussdetails, Befestigungssystemen und Wartungszugängen. Eine regelmäßige Überprüfung anhand des Plans unterstützt die Erhaltung der Gebäudehülle und vermeidet Feuchteschäden oder Korrosionsprobleme. Zudem werden Befestigungsarten und Materialübergänge darin dokumentiert, was spätere Reparaturen und Umbauten erleichtert. Bereits bei der Bauabnahme kann anhand dieses Plans die korrekte Umsetzung aller Verkleidungselemente nachvollzogen werden, und im laufenden Betrieb dient er als Referenz für Qualitätssicherungs- und Instandhaltungsmaßnahmen.
Montage- und Ausführungsplan – Dachdeckerarbeiten
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Montage- und Ausführungsplan – Dachdeckerarbeiten |
| Zweck und Umfang | Detaillierte Planung der Schichtenfolge, Abdichtungssysteme, Dachaufbauten und Anschlüsse; dient der qualitätsgesicherten Umsetzung. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18338 (VOB/C ATV – Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten) |
| Schlüsselelemente | • Dachaufbau mit Schichtenplan |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Dieses Dokument wird bei Inspektionen, Sanierungen und Garantiefällen verwendet, um die Einhaltung der technischen Vorgaben zu belegen. |
Erläuterung
Im Facility Management wird der Ausführungsplan genutzt, um die Funktionalität des Dachsystems langfristig sicherzustellen. Bei Undichtigkeiten, Sanierungsmaßnahmen oder energetischen Bewertungen bietet er entscheidende Informationen über Schichtenaufbau, Materialwahl und Ausführungsdetails. Auch im Gewährleistungsfall kann anhand dieser detaillierten Pläne geprüft werden, ob etwaige Mängel auf Abweichungen von den Planspezifikationen beruhen. Darüber hinaus erleichtert der Plan die Planung von Modernisierungen, da sämtliche Aufbauten und Anschlüsse des Daches transparent dargestellt sind.
Nachweise Bauphysik – Klempnerarbeiten
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Nachweise Bauphysik – Klempnerarbeiten |
| Zweck und Umfang | Nachweis der bauphysikalischen Anforderungen (Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz). |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18339 (VOB/C ATV – Klempnerarbeiten) |
| Schlüsselelemente | • U-Wert-Berechnungen |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Wird bei Bauabnahmen und Energieaudits überprüft; im FM dient es als Referenz bei thermischer Sanierung. |
Erläuterung
Dieser Nachweis stellt sicher, dass die Dachverkleidung bauphysikalisch korrekt funktioniert und keine übermäßigen Wärmeverluste oder Feuchtigkeitsprobleme verursacht. Solche Nachweise sind beispielsweise zur Erfüllung der Energieeinsparverordnung (heute Gebäudeenergiegesetz) und der einschlägigen DIN-Standards (etwa DIN 4108 für Feuchteschutz) erforderlich. Besonders bei metallischen Bauteilen ist ein sorgfältiger Feuchteschutznachweis wichtig, um Tauwasserbildung an kalten Oberflächen zu vermeiden. Im Rahmen der energetischen Gebäudeoptimierung ist dieses Dokument wesentlich, und im FM-Betrieb hilft es bei der Ursachenanalyse, falls doch Feuchteschäden oder ein erhöhtter Energieverbrauch auftreten. Es liefert die Grundlage, um gezielte Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten und die Gebäudeperformance zu überwachen.
Nachweise Bauphysik – Putz- und Stuckarbeiten
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Nachweise Bauphysik – Putz- und Stuckarbeiten |
| Zweck und Umfang | Belegt die bauphysikalische Verträglichkeit zwischen Dachverkleidung und angrenzenden Putzflächen. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18350 (VOB/C ATV – Putz- und Stuckarbeiten) |
| Schlüsselelemente | • Anschlussdetails Dach-Putz |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Relevanz bei Wartung und Schadensfeststellung an Putzanschlüssen im Dachbereich. |
Erläuterung
Die bauphysikalischen Nachweise für Putz- und Stuckarbeiten an Dachanschlüssen stellen sicher, dass an der Schnittstelle von Dachverkleidung und Putzfassade keine Schäden durch Feuchtigkeit oder thermische Spannungen entstehen. Sie dokumentieren unter anderem, dass durch geeignete Detailausbildung (z. B. über Bewegungsfugen oder Anschlussprofile) unterschiedliche Materialausdehnungen und Feuchtetransporte schadensfrei beherrscht werden. So wird etwa verhindert, dass Risse im Putz oder Feuchteflecken am Übergang Dach/Fassade auftreten. Im Facility Management erlaubt dieses Dokument bei Inspektionen eine gezielte Bewertung der Ausführungsqualität der Dach-Putz-Anschlüsse. Treten dennoch Risse oder Feuchteschäden auf, kann anhand des Nachweises nachvollzogen werden, ob die geplanten bauphysikalischen Maßnahmen (wie Abdichtung oder Trennung der Materialien) korrekt umgesetzt wurden oder ob nachträgliche Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind.
Kombinierter bauphysikalischer und statischer Nachweis
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Kombinierter bauphysikalischer und statischer Nachweis |
| Zweck und Umfang | Nachweis der Tragfähigkeit, Lastverteilung und bauphysikalischen Anforderungen. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18338 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | • Statikberechnung der Dachkonstruktion |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Grundlage für Standsicherheitsprüfungen und Genehmigungen; notwendig für spätere Umnutzungen oder Aufbauten. |
Erläuterung
Dieser kombinierte Nachweis dokumentiert sowohl die Standsicherheit des Dachtragwerks als auch die Erfüllung der relevanten Dämm- und Abdichtungsanforderungen. Er gehört zu den gesetzlich geforderten Bauvorlagen (statische Berechnungen) und wird typischerweise von einem Prüfingenieur kontrolliert, bevor eine Genehmigung erteilt wird. Im FM-Kontext ist dieser Nachweis unerlässlich, um bei geplanten Veränderungen am Dach – etwa der Installation schwerer Anlagentechnik, von Solarpaneelen oder zusätzlichen Aufbauten – die vorhandenen Tragreserven und bauphysikalischen Rahmenbedingungen des bestehenden Dachs einschätzen zu können. Auch für regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen dient er als Referenz, damit die Standsicherheit und Funktionsfähigkeit der Dachkonstruktion über die Nutzungsdauer gewährleistet bleibt.
Sicherheitsnachweis am Bauwerk
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Sicherheitsnachweis am Bauwerk |
| Zweck und Umfang | Dokumentiert die Einhaltung der sicherheitstechnischen Anforderungen bei Dachverkleidungen. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18339 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | • Absturzsicherungen |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Wird im FM für die DGUV-konforme Beurteilung von Dacharbeiten verwendet. |
Erläuterung
Dieser Sicherheitsnachweis umfasst typischerweise Pläne und Protokolle aller fest installierten Schutzeinrichtungen auf dem Dach. Dazu gehören etwa Nachweise über Absturzsicherungen (z. B. Dachfanggeländer, Anschlagpunkte oder Sicherheitsdachhaken) sowie die Materialprüfzeugnisse der verwendeten Befestigungs- und Sicherungssysteme. Er bestätigt, dass die Dachverkleidung und ihre Zugänge die einschlägigen Bauordnungs- und Unfallverhütungsvorschriften erfüllen, insbesondere gemäß den Vorgaben der DGUV für Arbeiten in Höhen. Im Facility Management bildet dieser Nachweis die Grundlage, um Wartungs- und Reinigungsarbeiten auf dem Dach gefahrlos und rechtskonform zu planen. Das Personal kann sich darauf verlassen, dass erforderliche Sicherheitseinrichtungen vorhanden und geprüft sind, ohne zusätzliche Provisorien treffen zu müssen.
Statische Berechnungen zum Standsicherheitsnachweis – Klempnerarbeiten
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Standsicherheitsnachweis |
| Zweck und Umfang | Nachweis, dass Dachverkleidungen und Anschlüsse allen statischen Einwirkungen standhalten. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18339 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | • Berechnung von Eigenlasten |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Grundlage für Prüfstatik und Nachweise gegenüber Bauaufsicht und Facility Management. |
Erläuterung
Dieser Standsicherheitsnachweis fokussiert auf die vom Klempner ausgeführten Komponenten – beispielsweise großflächige Metallbedachungen, Fassadenverkleidungen, Attikaabdeckungen oder auch Dachrinnenhalterungen – und belegt deren Stabilität unter allen maßgeblichen Lasten. Es wird rechnerisch sichergestellt, dass sowohl die Eigenlast als auch Wind- und Schneelasten sicher abgetragen werden und die gewählten Befestigungen ausreichend dimensioniert sind. Der Nachweis wird üblicherweise von einem Statiker erstellt und von der Bauaufsichtsbehörde im Rahmen der Baugenehmigung oder Abnahme eingefordert. Im Facility Management wird das Dokument in der Bestandsakte aufbewahrt, um die Standsicherheit dieser Dachbauteile langfristig nachverfolgen zu können. Bei geplanten Umbauten oder Extremwetter-Ereignissen (z. B. außergewöhnlicher Schneefall oder Stürme) kann anhand der statischen Berechnungen sofort eingeschätzt werden, ob die Konstruktion die auftretenden Lasten noch sicher tragen kann.
Verlege- und Montageplan – Putz- und Stuckarbeiten
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Dokumenttitel/-typ | Verlege- und Montageplan |
| Zweck und Umfang | Koordination von Anschlussdetails zwischen Dachverkleidung und Putzsystemen. |
| Relevante Vorschriften/Normen | DIN 18350 (VOB/C ATV) |
| Schlüsselelemente | • Anschlussfugen |
| Verantwortlicher | Auftragnehmer / ausführendes Unternehmen |
| Praktische Hinweise | Im FM relevant für Instandhaltungsmaßnahmen und Feuchtigkeitsanalysen an Fassadenanschlüssen. |
Erläuterung
Der Verlege- und Montageplan für Putz- und Stuckarbeiten am Dachanschluss stellt sicher, dass die Schnittstelle zwischen Dachverkleidung und Putzfassade technisch einwandfrei und abgestimmt ausgeführt wird. In diesem Plan werden beispielsweise der Verlauf von Anschluss- und Dehnungsfugen sowie der Einbau von geeigneten Abschlussprofilen festgelegt. Dadurch wird verhindert, dass an diesen Übergangsbereichen Feuchtigkeit eindringt oder durch unterschiedliche Bewegungen von Dach und Wand Risse im Putz entstehen. Für das Facility Management ist dieser Plan bei Instandhaltungsmaßnahmen wertvoll, da er die ursprüngliche Ausführung der Anschlüsse dokumentiert. Treten im Lauf der Nutzung Schäden oder Undichtigkeiten an der Fassadenanschlussstelle auf, kann das FM anhand des Plans die Ursache eingrenzen und gezielt Sanierungsarbeiten einleiten.
