Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Außenschiebetüren (automatisch, in Fluchtwegen)

Facility Management: Gebäude » Strategie » Dokumente » Außenschiebetüren (automatisch, in Fluchtwegen)

Außenschiebetüren (automatisch, in Fluchtwegen)

Außenschiebetüren (automatisch, in Fluchtwegen)

Dieses Dokumentenverzeichnis beschreibt die im Facility Management erforderlichen technischen, sicherheitsrelevanten und produktspezifischen Nachweise für automatische Außenschiebetüren in Rettungswegen.

Ziel ist die Sicherstellung eines rechtskonformen, sicheren und nachweislich gewarteten Betriebs im Sinne der HBauO, der DGUV-Vorschriften, der Arbeitsstättenregel ASR A1.7, sowie der EU-Bauprodukteverordnung (EU) 305/2011 / 2024/3110.

Die Dokumente gewährleisten die Sicherheit von Personen, Betriebssicherheit der Anlagen und Nachvollziehbarkeit der Betreiberpflichten im Rahmen der Gebäudeverwaltung. Insbesondere für Türen in Flucht- und Rettungswegen ist eine lückenlose Dokumentation entscheidend, da hier Versäumnisse unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheit von Personen im Notfall haben können.

Sichere automatische Schiebetüren für Außenbereiche

Nachweise zur Beseitigung sicherheitsrelevanter Mängel

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Nachweisprotokolle zur Mängelbeseitigung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der Behebung festgestellter Mängel im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht.

Relevante Regelwerke/Normen

HBauO §3, §14 (Betreiberpflichten zur Sicherheit baulicher Anlagen)

Schlüsselelemente

• Beschreibung des Mangels (Ort, Art, Ursache)
• Maßnahmen zur Behebung
• Datum, verantwortliche Firma
• Bestätigung der Wiederherstellung der Betriebssicherheit

Verantwortlich

Betreiber / Wartungsdienstleister

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Betreiberakte und Grundlage für Nachweise bei Unfällen oder Versicherungsfällen.

Erläuterung

Gemäß den Betreiberpflichten aus der Landesbauordnung (z.B. HBauO §§ 3, 14) müssen festgestellte sicherheitsrelevante Mängel unverzüglich beseitigt werden. Auch die allgemeine Verkehrssicherungspflicht nach § 823 BGB verlangt, dass erkannte Gefahrenquellen für Nutzer umgehend entschärft werden. Die Nachweisprotokolle zur Mängelbeseitigung halten die ordnungsgemäße Beseitigung solcher Defekte schriftlich fest und stellen eine rechtssichere Dokumentation der Erfüllung dieser Pflichten dar. Jedes Protokoll beschreibt den konkreten Mangel (mit Angaben zu Ort, Art und Ursache), dokumentiert die durchgeführten Maßnahmen zur Behebung inklusive Datum und ausführender Firma und bestätigt abschließend die Wiederherstellung der Betriebssicherheit der Tür. Im Facility Management dienen diese Unterlagen der lückenlosen Nachverfolgung von Instandsetzungsmaßnahmen, unterstützen interne Audits zur Betreiberverantwortung und können im Schadens- oder Versicherungsfall als Nachweis zur Haftungsabwehr vorgelegt werden.

Prüfprotokolle zu Objektbegehungen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Prüfprotokolle zur Verkehrssicherheit

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der regelmäßigen Sicht- und Funktionsprüfung von Türen im Rahmen der Betreiberpflichten.

Relevante Regelwerke/Normen

HBauO §14; REG-IS Empfehlung „Verkehrssicherheit“

Schlüsselelemente

• Datum der Begehung
• Prüfer, Qualifikation, Prüfintervall
• Prüfergebnisse, Bewertung, Maßnahmenempfehlung
• Unterschrift des Prüfers

Verantwortlich

Betreiber / Sachkundige Person

Praxis-Hinweise

Bestandteil des Sicherheits- und Inspektionsplans. Grundlage für Wartungszyklen und Gefährdungsbeurteilungen.

Erläuterung

Regelmäßige Objektbegehungen sind ein zentrales Element der Verkehrssicherungspflicht. Sie stellen sicher, dass automatische Türen – insbesondere in Fluchtwegen – sich stets in einem sicheren Zustand befinden und ordnungsgemäß funktionieren. In den Prüfprotokollen wird festgehalten, wann und durch wen eine Begehung durchgeführt wurde, welche Prüfpunkte kontrolliert wurden (z.B. Türfunktion, Notöffnung, Beschilderung, Umfeld) und ob Mängel oder Abweichungen festgestellt wurden. Gegebenenfalls werden daraus Folgemaßnahmen oder Reparaturen abgeleitet. Im FM-Kontext ermöglichen diese Dokumente eine Übersicht darüber, dass alle notwendigen Sicht- und Funktionsprüfungen in den vorgegebenen Intervallen erfolgt sind. Sie dienen somit der Vollständigkeitsprüfung der Wartungsdokumentation und können im Rahmen von Behördeninspektionen oder Zertifizierungen als Nachweis vorgelegt werden, dass der Betreiber seinen Pflichten zur regelmäßigen Überwachung der Türanlagen nachkommt. Darüber hinaus liefern die Protokolle wertvolle Informationen für die Wartungsplanung und fließen in die Gefährdungsbeurteilung ein, indem sie Trends oder wiederkehrende Probleme aufzeigen.

Sicherheitsprüfprotokoll für kraftbetätigte Türen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Sicherheitsprüfprotokoll nach DGUV-I 208-022

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Prüfung der Türsteuerung, Sensorik und Sicherheitseinrichtungen kraftbetätigter Schiebetüren.

Relevante Regelwerke/Normen

DGUV-I 208-022; ASR A1.7

Schlüsselelemente

• Funktionsprüfung der Türsteuerung und Schließkraft
• Sicherheitsprüfung der Sensorik (Personenerkennung, Hinderniserkennung)
• Notlaufprüfung bei Netzausfall
• Dokumentation der Einstellwerte

Verantwortlich

Sachkundiger Prüfer / Fachfirma

Praxis-Hinweise

Verpflichtend vor Erstinbetriebnahme und regelmäßig nach ASR A1.7, mindestens jährlich. Grundlage für FM-Sicherheitsaudits.

Erläuterung

Kraftbetätigte Türen unterliegen strengen Sicherheitsanforderungen, da Fehlfunktionen gravierende Unfälle verursachen können. Entsprechend schreiben die Arbeitsstättenregel ASR A1.7 und die Unfallverhütungsvorschriften vor, dass solche Türen vor der ersten Inbetriebnahme und danach mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen geprüft werden. Das Sicherheitsprüfprotokoll dokumentiert detailliert, dass alle sicherheitsrelevanten Funktionen der Tür einwandfrei arbeiten. Dazu gehören die Prüfung der Steuerungsfunktionen (etwa ob die Tür bei Hinderniserkennung sofort stoppt oder zurückfährt), die Messung von Schließ- und Öffnungskräften im Hinblick auf vorgegebene Grenzwerte, die Kontrolle der Sensorik zur Personenerkennung sowie ein Test des Notbetriebs (z.B. automatisches Öffnen bei Stromausfall oder Überprüfung eines Not-Akkus). Auch die korrekten Einstellungen der Antriebsparameter (Geschwindigkeit, Kraftbegrenzung, Sensitivität) werden festgehalten. Dieses Protokoll ist ein Kernbestandteil zur Erfüllung der Betreiberpflichten im Sinne der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und des Arbeitsschutzes. Im Facility Management dient es als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Unfallversicherungsträgern, dass die Türanlage betriebssicher ist und alle Personenschutzfunktionen wirksam sind. Es bildet zudem eine Grundlage für interne Sicherheitsaudits und unterstützt die Entscheidung, ob und wann technische Nachrüstungen erforderlich sind.

Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Prüfprotokoll nach DGUV-V3 / VDE 0702

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Prüfung der elektrischen Betriebsmittel und Steuerungskomponenten der Türsysteme.

Relevante Regelwerke/Normen

DGUV-V 3; VDE 0702; DGUV-I 203-070 / 071

Schlüsselelemente

• Isolations- und Funktionsprüfung
• Erdungs- und Schutzleiterprüfung
• Messergebnisse (Ohm, Volt, Ampere)
• Bewertung und Freigabevermerk

Verantwortlich

Elektrofachkraft / Prüforganisation

Praxis-Hinweise

Pflichtdokumentation im Rahmen der Wiederholungsprüfung nach BetrSichV. Grundlage für die elektrische Anlagenfreigabe im FM.

Erläuterung

Automatische Türsysteme verfügen über elektrische Antriebe, Sensoren und Steuerungen, die nach den Vorgaben der DGUV Vorschrift 3 und der Betriebssicherheitsverordnung regelmäßig geprüft werden müssen. Das Prüfprotokoll nach DGUV-V3 (ehemals BGV A3) bzw. VDE 0702 hält die Ergebnisse dieser wiederkehrenden Prüfung fest. Eine Elektrofachkraft überprüft dabei unter anderem die Unversehrtheit der elektrischen Isolation, die Funktion der Schutz- und Abschalteinrichtungen, den Schutzleiterwiderstand sowie die Einhaltung der vorgeschriebenen Auslösewerte. Alle relevanten Messwerte (z.B. Isolations- und Erdungswiderstände, Ableitströme) und Funktionsprüfungen (z.B. Auslösen eines Fehlerstrom-Schutzschalters) werden dabei dokumentiert. Nur wenn alle Prüfkriterien erfüllt sind, wird die Anlage im Protokoll zur weiteren Nutzung freigegeben. Diese Dokumentation ist unerlässlich, um die elektrische Betriebssicherheit und Verfügbarkeit der Tür sicherzustellen. Im Facility Management bildet das Prüfprotokoll einen integralen Bestandteil der elektrotechnischen Gefährdungsbeurteilung der Anlage. Außerdem ist es oft Voraussetzung bei der Abnahme von Neu- oder Umbauten der Türsysteme durch Behörden oder Sachverständige, da es den normgerechten Zustand der elektrischen Ausrüstung belegt. Bei Audits oder im Schadensfall kann der Betreiber mit diesen Unterlagen nachweisen, dass die vorgeschriebenen Wiederholungsprüfungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Betriebsanweisung für Beschläge

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanweisung für Beschläge nach DIN 18357

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibung der Funktionsweise, Wartung und Pflege der Beschläge und mechanischen Komponenten.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN 18357 (VOB/C ATV)

Schlüsselelemente

• Montage- und Justieranweisungen
• Wartungsintervalle und Prüfhinweise
• Ersatzteilinformationen
• Funktionsdiagramme

Verantwortlich

Auftragnehmer / Hersteller

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen und Grundlage für die Wartungsplanung.

Erläuterung

Die mechanischen Beschläge einer automatischen Tür (z.B. Laufschienen, Rollen, Scharniere, Schlösser) unterliegen Verschleiß und müssen korrekt eingestellt sowie regelmäßig gewartet werden. Die Betriebsanweisung für Beschläge, die gemäß DIN 18357 vom Errichter oder Hersteller bereitgestellt wird, liefert hierzu alle erforderlichen Informationen. Sie beschreibt detailliert die Funktionsweise und den Aufbau der Beschlagteile sowie die korrekte Montage und Justage. Ebenso sind darin die empfohlenen Wartungsintervalle und Prüfhinweise des Herstellers aufgeführt – etwa wann Schmiermittel aufzutragen sind, welche Toleranzen bei Einstellungen gelten und wie Verschleißteile auszutauschen sind. Auch Explosionszeichnungen oder Funktionsdiagramme können Bestandteil der Anleitung sein, um die Mechanik nachvollziehbar darzustellen. Diese Anweisungen stellen sicher, dass die Beschläge und mechanischen Komponenten über die gesamte Nutzungsdauer hinweg ordnungsgemäß in Stand gehalten und bei Bedarf fachgerecht instandgesetzt werden. Für das Facility Management ist die Betriebsanweisung ein zentrales Dokument: Sie wird im Wartungshandbuch und in der Anlagenakte hinterlegt und dient als Grundlage, um die Wartungsplanung für die Türanlage zu erstellen. Wartungstechniker können sich anhand dieser Unterlagen schnell mit den spezifischen Anforderungen der verbauten Beschläge vertraut machen, was effiziente und sachgerechte Instandhaltungsarbeiten ermöglicht.

Betriebsanweisung gemäß DIN EN 16005

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanweisung gemäß DIN EN 16005

Zweck & Geltungsbereich

Vorschriften für den sicheren Betrieb, die Einstellung und Wartung von automatischen Türsystemen.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 16005

Schlüsselelemente

• Sicherheitseinrichtungen (Sensorik, Antrieb, Steuerung)
• Einstellung der Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit
• Maßnahmen im Störungsfall
• Hinweise zu Energieverbrauch und Notöffnung

Verantwortlich

Hersteller / Facherrichter

Praxis-Hinweise

Bestandteil der technischen Dokumentation, dient zur Einweisung von Bedienpersonal und Wartungstechnikern.

Erläuterung

Für das gesamte automatische Türsystem stellt die Betriebsanweisung gemäß DIN EN 16005 ein umfassendes Handbuch dar. Darin sind alle relevanten Vorgaben für den sicheren Betrieb und die korrekte Einstellung der Türanlage beschrieben. Dies umfasst beispielsweise die genaue Einstellung der Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten, um sicherzustellen, dass die Tür den Anforderungen der Norm (etwa bezüglich maximal zulässiger Schließkräfte) entspricht. Ebenso werden alle Sicherheitseinrichtungen – von Sensoren zur Personenerkennung und Lichtschranken über Einklemmschutzleisten bis hin zu Not-Aus-Schaltern – aufgelistet und erläutert, einschließlich der Prüfverfahren, um deren Funktion regelmäßig zu kontrollieren. Die Anleitung gibt auch Hinweise zum Verhalten und zu Maßnahmen im Störungsfall: So erfährt der Betreiber, wie die Tür manuell geöffnet oder verriegelt werden kann, welche Meldungen die Steuerung anzeigt und wie bei Stromausfall oder einem technischen Defekt zu verfahren ist. Nicht zuletzt beinhaltet sie Empfehlungen zum energieeffizienten Betrieb der Türen und zur Verlängerung der Lebensdauer (z.B. Nutzung von Stand-by-Modi, richtige Reinigung). Diese vom Hersteller oder Facherrichter bereitgestellte Betriebsanweisung ist erforderlich, um alle Sicherheitsanforderungen einzuhalten und einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten. Im Facility Management dient sie daher als Schulungs- und Referenzdokument für das Bedienpersonal und die Haustechnik. Die verantwortlichen Techniker werden auf Basis dieser Unterlagen eingewiesen, sodass sie die Anlage vorschriftsgemäß bedienen und warten können. Außerdem bildet die Betriebsanweisung eine Grundlage für die Koordination von Wartungsarbeiten und hilft bei der Erfüllung der Dokumentationspflicht gegenüber Aufsichtsbehörden, da darin alle relevanten Betriebsparameter und Prüfpunkte festgehalten sind.

Benutzerinformationen für Maschinen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Benutzerinformation nach DIN EN ISO 12100

Zweck & Geltungsbereich

Information über sichere Bedienung, Gefahrenquellen und Wartungsprozesse im Sinne der Maschinenrichtlinie.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN ISO 12100

Schlüsselelemente

• Beschreibung der Sicherheitsfunktionen
• Risikobewertung und Schutzmaßnahmen
• Anweisungen zu Wartung, Notabschaltung, Reinigung
• Piktogramme und Sicherheitssymbole

Verantwortlich

Hersteller

Praxis-Hinweise

Bestandteil der CE-Dokumentation. Dient im FM zur Risikoanalyse und Arbeitsschutzunterweisung.

Erläuterung

Automatische Türen in Rettungswegen gelten rechtlich als Maschinen im Sinne der EU-Maschinenrichtlinie, da sie mit Antrieb, Steuerung und beweglichen Teilen ausgestattet sind. Daher muss der Hersteller eine umfassende Benutzerinformation bereitstellen, die sicherheitsrelevante Hinweise und Anleitungen enthält. Gemäß den Grundsätzen der DIN EN ISO 12100 (Sicherheit von Maschinen – Risikobeurteilung und Risikominderung) informiert dieses Dokument den Betreiber und Nutzer über alle potenziellen Gefahren der Türanlage und die vorgesehenen Schutzmaßnahmen. Die Benutzerinformation beschreibt zum Beispiel die vorhandenen Sicherheitsfunktionen (etwa welche Sensoren Personen oder Hindernisse erkennen und wie das System darauf reagiert) und warnt vor möglichen Restrisiken, die beim Betrieb nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Sie enthält klare Verhaltenshinweise, damit Bediener und Wartungspersonal wissen, wie die Tür sicher zu verwenden ist – z.B. keine Manipulation an Sicherheitseinrichtungen vorzunehmen oder was bei einem blockierten Türflügel zu tun ist. Darüber hinaus sind darin Abläufe für die Wartung und Reinigung festgelegt, einschließlich der sicheren Außerbetriebnahme (z.B. Abschalten der Stromzufuhr und Absicherung gegen Wiedereinschalten während Wartungsarbeiten). Piktogramme und Sicherheitssymbole im Dokument unterstützen das Verständnis und erhöhen die Aufmerksamkeit für kritische Hinweise. Im Facility Management bildet diese Benutzerinformation einen wichtigen Bestandteil der CE-Konformitätsunterlagen der Tür. Bevor die Anlage in Betrieb genommen wird, fließen die darin enthaltenen Angaben in die Gefährdungsbeurteilung nach Arbeitsschutzgesetz und BetrSichV ein. Zudem dient das Dokument der Unterweisung des technischen Personals: Jeder Techniker oder Nutzer, der mit der Türanlage arbeitet, sollte anhand der Herstellerinformationen geschult werden, um Unfälle zu vermeiden und einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Zertifikat über die Leistungskonstanz

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Leistungskonstanz-Zertifikat (System 1+)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der dauerhaften Produktqualität und CE-Konformität gemäß EU-Bauprodukteverordnung.

Relevante Regelwerke/Normen

EU Regulation 305/2011; EU Regulation 2024/3110

Schlüsselelemente

• Hersteller, Produkt-ID, Zertifizierungsstelle
• Prüfberichte und Leistungswerte
• Gültigkeitsbereich und Prüfintervall
• Konformität mit harmonisierter Norm (EN 16005 / EN 13241)

Verantwortlich

Zertifizierungsstelle / Hersteller

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Produktakte, dient zur rechtssicheren Dokumentation bei Behördenprüfungen und Audits.

Erläuterung

Das Leistungskonstanz-Zertifikat (System 1+) nach der EU-Bauprodukteverordnung (Verordnung (EU) 305/2011 und der Novelle (EU) 2024/3110) ist ein wesentliches Dokument für automatische Türsysteme in Rettungswegen. Es wird von einer akkreditierten, notifizierten Zertifizierungsstelle ausgestellt und bestätigt, dass das Türsystem in seinen wesentlichen Leistungsmerkmalen dauerhaft den Anforderungen der maßgeblichen harmonisierten Normen entspricht. Für Türen in Flucht- und Rettungswegen bedeutet dies beispielsweise, dass Öffnungs- und Schließzyklen, mechanische Festigkeit, ggf. Feuerwiderstand oder Rauchdichtheit und andere relevante Eigenschaften kontinuierlich die hohen Vorgaben erfüllen. Die Leistungskonstanz besagt, dass nicht nur ein geprüfter Prototyp diese Leistungen erbringt, sondern dass durch die werkseigene Produktionskontrolle und regelmäßige Überwachung der Produktion eine gleichbleibende Qualität sichergestellt ist. Im Zertifikat sind typischerweise der Hersteller, die genaue Produktbezeichnung und Typenkennung, die Kennnummer der notifizierten Stelle, Angaben zu durchgeführten Prüfungen sowie Verweise auf die zugrunde liegenden harmonisierten Normen aufgeführt. Für den Betreiber im Facility Management ist dieses Dokument ein zentraler Qualitätsnachweis. Es gehört zur Produktdokumentation (Produktakte) jeder automatischen Türanlage und sollte in der Betreiberdokumentation verfügbar sein. Bei behördlichen Prüfungen – etwa durch die Bauaufsicht oder im Zuge von Zertifizierungen – kann mit dem Zertifikat belegt werden, dass die Türanlage rechtskonform (CE-gekennzeichnet) ist und alle vorgeschriebenen Leistungen erbringt. Darüber hinaus bietet ein gültiges Leistungskonstanz-Zertifikat dem Betreiber eine wichtige Absicherung: Es reduziert das Risiko, ein nicht konformes oder unsicheres Produkt einzusetzen, und vereinfacht spätere Nachrüstungen oder Erweiterungen, da sichergestellt ist, dass nur geprüfte und normgerechte Komponenten verwendet werden.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung gemäß Maschinenverordnung (EU) 2023/1230

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt Montage, Betrieb, Instandhaltung und Sicherheitshinweise der automatischen Türanlage einschließlich Notfallfunktionen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN 12693; DIN EN ISO 12100; DIN EN 1012-1; VDI 6026-1; 9. ProdSV

Schlüsselelemente

• Sicherheits- und Gefahrenhinweise (Betriebs- und Wartungszustände)
• Technische Daten (Antrieb, Sensorik, Energieversorgung)
• Bedienung, Notöffnung und Reset-Prozeduren
• Wartungsintervalle und Ersatzteile
• Prüf- und Dokumentationspflichten

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxis-Hinweise

Pflichtdokument nach EU-Maschinenrecht; Grundlage für CE-Kennzeichnung, Betreiberunterweisung und wiederkehrende Prüfungen.

Erläuterung

Gemäß der europäischen Maschinenverordnung muss für die automatische Türanlage eine vollständige Betriebsanleitung in deutscher Sprache vorliegen. Sie enthält alle sicherheitsrelevanten Anweisungen für Montage, Betrieb und Instandhaltung, sodass Anwender und Wartungspersonal die Tür jederzeit sicher bedienen können. Die Betriebsanleitung ist im Facility Management eine zentrale Grundlage, um Betriebsabläufe sicher zu gestalten. Sie dient als Ausgangspunkt für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen, Wartungsplänen und Schulungsunterlagen für Instandhaltungs- und Sicherheitspersonal. Darüber hinaus muss die Anleitung jederzeit griffbereit sein, damit im Notfall – etwa bei einer Störung oder einem Unfall – schnell die richtigen Maßnahmen nachgeschlagen werden können.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung für kraftbetätigte Türen und Tore

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt betriebsspezifische Anforderungen und Schutzmaßnahmen für automatische Türsysteme im Gebäudeumfeld.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 12978; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Hinweise zur Integration in Fluchtwegsysteme
• Schließkräfte und Bewegungsbegrenzung
• Sicherheitsfunktionen (Sensorüberwachung, Not-Entriegelung)
• Prüf- und Wartungsvorgaben nach DIN EN 16005

Verantwortlich

Hersteller / Facherrichter

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Übergabedokumentation an den Betreiber; wird in Wartungsbüchern und Gefährdungsbeurteilungen hinterlegt.

Erläuterung

Diese zweite Betriebsanleitung ergänzt die maschinenspezifischen Unterlagen um gebäudebezogene Sicherheitsanforderungen und Vorgaben für den Einsatz der Tür im Flucht- und Rettungswegbereich. Sie beschreibt beispielsweise, wie das automatische Türsystem in die Brandschutz- und Fluchtwegetechnik des Gebäudes eingebunden ist (z.B. Ansteuerung durch die Brandmeldeanlage) und welche Sicherheitsfunktionen vor Ort gewährleistet sein müssen. Schließkräfte, Bewegungsgrenzen und Sensorik werden hier in Bezug auf den Gebäudebetrieb festgelegt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Tür im Gefahrenfall jederzeit sicher öffnet und kein Hindernis für flüchtende Personen darstellt. Im Facility Management ist diese gebäudebezogene Anleitung entscheidend für regelmäßige Funktionsprüfungen (etwa turnusmäßige Tests der Notöffnung), die Wartungsplanung sowie die Erstellung von Betriebsanweisungen für das Personal im Gebäude.

Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Sicherheits- und Betriebsinformationen für elektrische Betriebsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit, Integration und CE-Konformität der Steuer- und Energieversorgungssysteme.

Relevante Regelwerke/Normen

1. ProdSV; Directive 2014/35/EU (Low Voltage Directive); Directive 2014/30/EU (EMV); DIN EN 60204-1

Schlüsselelemente

• Elektrische Schaltpläne und Schutzmaßnahmen
• Hinweise zu EMV-Verhalten und Erdung
• Prüfwerte (Isolations-, Schutzleiterprüfung)
• Wartungs- und Prüfzyklen elektrischer Komponenten

Verantwortlich

Hersteller / Elektrofachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der CE-Technischen Dokumentation; dient bei DGUV V3-Prüfungen als Nachweis der elektrischen Betriebssicherheit.

Erläuterung

Diese Unterlagen gewährleisten, dass alle elektrischen Komponenten und Steuerungen der Türanlage den geltenden Sicherheitsnormen entsprechen. Sie enthalten Stromlaufpläne, Beschreibungen der Schutzeinrichtungen (z.B. Sicherungen, Fehlerstromschutzschalter) sowie Hinweise zur Erdung und elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV). Damit wird belegt, dass die elektrische Ausrüstung die Anforderungen der Niederspannungs- und EMV-Richtlinie erfüllt und sicher betrieben werden kann. Im Facility Management nutzt man diese Dokumentation bei wiederkehrenden Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3, um z.B. Isolationswiderstände oder Schutzleiter durchzumessen und mit den vorgegebenen Sollwerten abzugleichen. Auch bei elektrischen Wartungsarbeiten oder Störungen dienen die enthaltenen Pläne und Informationen als Leitfaden für Elektrofachkräfte, um Fehler rasch zu beheben und den sicheren Betrieb schnellstmöglich wiederherzustellen.

EU-Konformitätserklärung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

EU-Konformitätserklärung nach Maschinenverordnung

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der EU-Maschinenverordnung und relevanter Normen entspricht.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN ISO 12100

Schlüsselelemente

• Identifikation des Produkts und Seriennummern
• Liste angewandter Richtlinien und Normen
• Angaben zu Prüfstellen und Zertifikaten
• Unterschrift des Verantwortlichen
• CE-Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller / Importeur

Praxis-Hinweise

Pflichtnachweis zur CE-Kennzeichnung; wird bei Bau- und Sicherheitsabnahmen geprüft.

Erläuterung

Mit der EU-Konformitätserklärung bestätigt der Hersteller verbindlich, dass die automatische Schiebetür alle grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der Maschinenrichtlinie bzw. Maschinenverordnung erfüllt. Sie bildet die rechtliche Grundlage für die CE-Kennzeichnung der Türanlage und damit für deren Inverkehrbringen und Betrieb in der EU. Im praktischen Facility Management wird die Konformitätserklärung sorgfältig in der Objekt- und Betreiberdokumentation aufbewahrt, da sie z.B. bei behördlichen Abnahmen oder im Schadensfall als Nachweis der Produktsicherheit vorgelegt werden muss. Ohne eine gültige Konformitätserklärung darf die Tür nicht betrieben werden, da andernfalls ein Verstoß gegen das Produktsicherheitsrecht vorliegt und erhebliche Haftungsrisiken bestehen.

Europäische Bewertungsdokumente

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Europäisches Bewertungsdokument (EAD / ETA)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Bewertung nicht harmonisierter Bauprodukte und deren Einsatzbedingungen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; Regulation (EU) 2024/3110

Schlüsselelemente

• Prüf- und Bewertungsmethoden
• Technische Spezifikationen und Geltungsbereich
• Bedingungen der Verwendbarkeit
• Kennzeichnung und Nachverfolgbarkeit

Verantwortlich

Benannte Stelle (z. B. DIBt / EOTA)

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Bauproduktakte; wird bei Sonderlösungen oder nicht harmonisierten Bauarten erforderlich.

Erläuterung

Europäische Bewertungsdokumente (EAD) und darauf basierende Europäische Technische Bewertungen (ETA) werden erstellt, wenn für ein Bauprodukt keine harmonisierte Norm existiert oder wenn die Türanlage spezielle Eigenschaften aufweist, die über normative Standardanforderungen hinausgehen. Eine ETA bescheinigt, dass das Produkt die Grundanforderungen an Bauwerke gemäß der Bauproduktenverordnung erfüllt und unter definierten Bedingungen zuverlässig einsetzbar ist. Für das Facility Management bedeutet dies, dass auch Sonderkonstruktionen oder innovative Türsysteme einen geregelten Verwendungsnachweis haben. Die entsprechenden Dokumente werden in der Bauakte des Gebäudes aufbewahrt und können gegenüber Bauaufsichtsbehörden oder Prüfsachverständigen als Konformitäts- und Leistungsnachweis vorgelegt werden. So ist sichergestellt, dass auch nicht harmonisierte Türsysteme rechtskonform verbaut und betrieben werden dürfen.

Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG § 5 / ArbStättV

Zweck & Geltungsbereich

Beurteilung der Gefahren, die von automatischen Türsystemen in Arbeits- und Fluchtbereichen ausgehen.

Relevante Regelwerke/Normen

ArbStättV; ASR V3; DIN EN ISO 12100; DGUV Regel 100-500

Schlüsselelemente

• Risikoanalyse der Bewegungs- und Quetschstellen
• Beurteilung der Notöffnung und Brandfallsteuerung
• Prüfintervalle und Wartungsmaßnahmen
• Dokumentation von Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber / Sicherheitsfachkraft

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Betriebsorganisation; wird regelmäßig aktualisiert und bei Audits vorgelegt.

Erläuterung

Die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG und § 3 BetrSichV erfasst systematisch alle Gefahrenpotentiale der automatischen Schiebetür und legt darauf aufbauend geeignete Schutzmaßnahmen fest. Typische Szenarien, die bewertet werden, sind etwa Quetsch- und Scherstellen an den Türflügeln, ein mögliches Versagen der Notöffnung bei Stromausfall oder Brandalarm sowie Risiken durch Fehlbedienung oder unzureichende Wartung. Im Dokument wird detailliert festgehalten, welche technischen Schutzeinrichtungen (z.B. Sensorleisten, Notentriegelungen) vorhanden sind und welche organisatorischen Maßnahmen (wie regelmäßige Prüfungen, Unterweisungen des Personals) umgesetzt werden müssen, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Der Betreiber (Arbeitgeber) ist dafür verantwortlich, diese Beurteilung regelmäßig zu aktualisieren, insbesondere nach Veränderungen an der Anlage, neuen gesetzlichen Vorgaben oder Vorfällen. Im Facility Management wird die Gefährdungsbeurteilung daher jährlich im Rahmen der Betreiberverantwortung überprüft und dient bei internen Arbeitssicherheitsaudits oder externen Kontrollen als Schlüsselnachweis für die präventive Risikominimierung.

Technische Produktdokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Technische Dokumentation der Türanlage

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte technische Beschreibung und Nachweisführung über Aufbau, Funktion und Komponenten.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Stücklisten und Funktionsdiagramme
• Werkstoff- und Bauteilnachweise
• Prüfzertifikate der Antriebe und Sensorik
• Nachweise zur Notstromversorgung

Verantwortlich

Hersteller / Fachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen; dient im FM zur Störungsanalyse, Ersatzteilverwaltung und Nachweisführung gegenüber Aufsichtsbehörden.

Erläuterung

Die technische Produktdokumentation umfasst sämtliche Detailunterlagen der Türanlage – von Konstruktionszeichnungen und Stücklisten bis hin zu Prüfprotokollen einzelner Komponenten. Sie ermöglicht eine vollständige Nachvollziehbarkeit von Konstruktion und Funktion, da jede verbaute Komponente (z.B. Antriebsmotor, Sensorik, Notstrom-Akku) mit Typenbezeichnung, Leistungsdaten und ggf. Prüf- oder Zulassungsnachweisen dokumentiert ist. Im Facility Management zählt diese technische Dokumentation zu den Revisionsunterlagen, die nach der Inbetriebnahme vom Hersteller oder Errichter übergeben werden. Für den Betreiber ist sie ein unverzichtbares Hilfsmittel, um bei Störungen schnell die Ursache eingrenzen und passende Ersatzteile identifizieren zu können. Auch bei Nachrüstungen oder Änderungen – etwa der Einbindung der Tür in ein neues Gebäudeleitsystem – dient die Dokumentation als Planungsgrundlage, damit sämtliche Anpassungen fachgerecht und kompatibel erfolgen. Nicht zuletzt verlangen auch Behörden oder Sachverständige bei speziellen Prüfungen (z.B. nach Unfällen) Einsicht in die technischen Nachweise, um die ordnungsgemäße Konstruktion und den sicheren Betrieb der Anlage belegen zu können.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung gemäß Maschinenverordnung (EU) 2023/1230

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt Montage, Betrieb, Instandhaltung und Sicherheitshinweise der automatischen Türanlage einschließlich Notfallfunktionen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN 12693; DIN EN ISO 12100; DIN EN 1012-1; VDI 6026-1; 9. ProdSV

Schlüsselelemente

• Sicherheits- und Gefahrenhinweise (Betriebs- und Wartungszustände)
• Technische Daten (Antrieb, Sensorik, Energieversorgung)
• Bedienung, Notöffnung und Reset-Prozeduren
• Wartungsintervalle und Ersatzteile
• Prüf- und Dokumentationspflichten

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxis-Hinweise

Pflichtdokument nach EU-Maschinenrecht; Grundlage für CE-Kennzeichnung, Betreiberunterweisung und wiederkehrende Prüfungen.

Erläuterung

Die Betriebsanleitung ist für automatische Türanlagen im Rettungsweg von zentraler Bedeutung. Sie wird vom Hersteller gemäß EU-Maschinenrecht erstellt und muss alle Informationen enthalten, damit die Tür sicher betrieben, gewartet und bei Störungen richtig gehandhabt werden kann. Dazu gehören sämtliche erforderlichen Warn-, Sicherheits- und Vorsichtshinweise, detaillierte Anweisungen für den normalen Betrieb sowie für Notfälle (z. B. Vorgehen bei Stromausfall, manuelle Notöffnung und Reset) und klare Vorgaben für Inspektion und Wartung. Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 fordert, dass jedem in Verkehr gebrachten Türsystem eine solche Anleitung in der Landessprache beiliegt – im vorliegenden Fall also auf Deutsch. Für die CE-Kennzeichnung der Anlage ist die vollständige Betriebsanleitung eine Grundvoraussetzung, da sie dokumentiert, dass der Hersteller alle relevanten Sicherheitsanforderungen adressiert hat und den Nutzer entsprechend unterweist.

Im Facility Management dient die Betriebsanleitung als Basisdokument für den Betrieb der Türanlage. Auf ihrer Grundlage werden beispielsweise Gefährdungsbeurteilungen erstellt, weil sie die potenziellen Gefahren und notwendigen Schutzmaßnahmen beschreibt. Ebenso stützen sich wiederkehrende Prüfungen und Wartungen auf die Herstellervorgaben aus der Anleitung, um die Anlage regelgerecht zu überprüfen. Die Betriebsanleitung liefert zudem Inhalte für Mitarbeiterschulungen – Instandhaltungs- und Sicherheitspersonal muss anhand der beschriebenen Prozeduren in Bedienung, Notentriegelung und Wartung unterwiesen werden. Kurz: Dieses Dokument ist unverzichtbar, um den rechtskonformen und sicheren Betrieb der automatischen Türanlage sicherzustellen. Es wird daher im Dokumentenverzeichnis des Betreibers dauerhaft archiviert und bei Audits oder Behördenterminen als Nachweis vorgelegt.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung für kraftbetätigte Türen und Tore

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt betriebsspezifische Anforderungen und Schutzmaßnahmen für automatische Türsysteme im Gebäudeumfeld.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 12978; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Hinweise zur Integration in Fluchtwegsysteme
• Schließkräfte und Bewegungsbegrenzung
• Sicherheitsfunktionen (Sensorüberwachung, Not-Entriegelung)
• Prüf- und Wartungsvorgaben nach DIN EN 16005

Verantwortlich

Hersteller / Facherrichter

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Übergabedokumentation an den Betreiber; wird in Wartungsbüchern und Gefährdungsbeurteilungen hinterlegt.

Erläuterung

Diese zweite Betriebsanleitung ergänzt die allgemeine Maschinen-Betriebsanleitung um gebäudespezifische Anforderungen. Automatische Schiebetüren in Rettungswegen müssen nahtlos in die Sicherheitssysteme des Gebäudes eingebunden sein – diese Dokumentation beschreibt daher unter anderem, wie die Tür an die Brandmeldeanlage oder eine Notstromversorgung (USV) angeschlossen ist und wie sie sich im Notfall verhält (z. B. automatische Öffnung bei Feueralarm oder Stromausfall). Es werden zudem besondere Sicherheitsfunktionen erläutert, die speziell im Fluchtwegszenario gefordert sind. Dazu zählen etwa Redundanzkonzepte (z. B. doppelte Antriebe oder Akkupuffer für den Antrieb), mechanische Notentriegelungen bzw. Break-Out-Funktionen, bei denen die Türflügel im Notfall manuell aufgeklappt werden können, sowie Einfehlersicherheit in der Steuerung (d. h. kein einzelner Fehler darf zum Ausfall einer Schutzfunktion führen).

Ebenso geht diese Anleitung auf betriebsbedingte Einstellungen und Begrenzungen ein: Beispielsweise werden die zulässigen Schließkräfte, Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten und Abstände zu festen Bauteilen angegeben, um Quetsch- oder Schergefahren gemäß geltenden Normen (z. B. DIN EN 16005) zu vermeiden. Darüber hinaus enthält das Dokument konkrete Prüf- und Wartungsvorgaben für den Betreiber. So wird festgelegt, dass eine sicherheitstechnische Prüfung der Türanlage durch einen Sachkundigen vor der ersten Inbetriebnahme und danach mindestens zweimal jährlich zu erfolgen hat – eine Anforderung, die sich aus der Arbeitsstättenregel ASR A1.7 für Türen in Rettungswegen ergibt. Solche Intervalle und Prüfpunkte sind hier festgehalten und dienen dem Betreiber als Leitfaden für die Instandhaltung.

Im Facility Management ist diese betriebsspezifische Betriebsanleitung unerlässlich, um die Funktionsfähigkeit der Tür im Ernstfall zu gewährleisten. Sie wird typischerweise im Wartungsbuch der Anlage hinterlegt und fließt in die Gefährdungsbeurteilung mit ein. Außerdem bilden ihre Inhalte die Grundlage für interne Betriebsanweisungen und Mitarbeiterschulungen vor Ort. So wird sichergestellt, dass die automatische Tür nicht isoliert betrachtet wird, sondern als Teil des Gesamtsicherheitskonzeptes des Gebäudes korrekt betrieben und überwacht wird.

Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Sicherheits- und Betriebsinformationen für elektrische Betriebsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit, Integration und CE-Konformität der Steuer- und Energieversorgungssysteme.

Relevante Regelwerke/Normen

1. ProdSV; Directive 2014/35/EU (Low Voltage Directive); Directive 2014/30/EU (EMV); DIN EN 60204-1

Schlüsselelemente

• Elektrische Schaltpläne und Schutzmaßnahmen

• Hinweise zu EMV-Verhalten und Erdung
• Prüfwerte (Isolations-, Schutzleiterprüfung)
• Wartungs- und Prüfzyklen elektrischer Komponenten

Verantwortlich

Hersteller / Elektrofachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der CE-Technischen Dokumentation; dient bei DGUV V3-Prüfungen als Nachweis der elektrischen Betriebssicherheit.

Erläuterung

Die Dokumentation der elektrischen Ausrüstung der Türanlage gewährleistet, dass alle elektrotechnischen Sicherheitsanforderungen erfüllt und nachvollziehbar festgehalten sind. Sie beinhaltet ausführliche Stromlaufpläne und Schaltbilder der Steuerung sowie Angaben zu den verbauten elektrischen Komponenten (z. B. Antriebe, Sensorik, Sicherheitsschaltungen). Wichtige Schutzmaßnahmen wie Erdung (Schutzleiteranschluss), Absicherung durch Sicherungen oder FI-Schalter und Hinweise zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) sind hier beschrieben. So wird z. B. aufgeführt, welche Trenneinrichtungen im Notfall vorgesehen sind, wie Überspannungsschutz und Erdung ausgeführt sind und welche Grenzwerte bei Isolationstests oder Schutzleiterprüfungen erreicht werden müssen. Normativ stützt sich diese Dokumentation auf die Niederspannungs- und EMV-Richtlinien der EU (in Deutschland umgesetzt durch die 1. ProdSV) sowie auf die Maschinen-Norm DIN EN 60204-1 („Sicherheit von Maschinen – Elektrische Ausrüstung von Maschinen“), die klare Anforderungen an elektrische Sicherheitseinrichtungen stellt.

Für den Betreiber ist dieses Dokument Teil der CE-Konformitätsunterlagen und zugleich praktisch relevant: Bei den regelmäßigen Elektro-Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 (ehemals BGV A3) dient es dem Prüfer als Referenz, um die Anlage sicherheitstechnisch zu beurteilen. Alle elektrischen Bauteile und Verbindungen der Tür lassen sich anhand der Schaltpläne eindeutig identifizieren, was Fehlersuche und Instandsetzung erheblich erleichtert. Sollte es z. B. zu einer Störung in der Sensorik oder Verkabelung kommen, kann der Elektrotechniker in dieser Dokumentation die entsprechenden Stromkreise und Komponenten nachverfolgen und sachgerecht instand setzen. Insgesamt trägt die vollständige elektrische Dokumentation dazu bei, Ausfallzeiten zu minimieren und die Betriebssicherheit der Türanlage langfristig zu gewährleisten.

EU-Konformitätserklärung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

EU-Konformitätserklärung nach Maschinenverordnung

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der EU-Maschinenverordnung und relevanter Normen entspricht.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN ISO 12100

Schlüsselelemente

• Identifikation des Produkts und Seriennummern
• Liste angewandter Richtlinien und Normen
• Angaben zu Prüfstellen und Zertifikaten
• Unterschrift des Verantwortlichen
• CE-Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller / Importeur

Praxis-Hinweise

Pflichtnachweis zur CE-Kennzeichnung; wird bei Bau- und Sicherheitsabnahmen geprüft.

Erläuterung

Die EU-Konformitätserklärung ist das offizielle Rechtsdokument, mit dem der Hersteller bestätigt, dass die automatische Türanlage alle einschlägigen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. In der Erklärung werden das konkrete Produkt (mit Typenbezeichnung und Seriennummer) benannt und alle anwendbaren Richtlinien bzw. Verordnungen aufgeführt – in diesem Fall insbesondere die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 (Maschinenrichtlinie) sowie ggf. ergänzend die Niederspannungs- und EMV-Richtlinie, soweit relevant. Auch die angewandten harmonisierten Normen (z. B. DIN EN ISO 12100 zur Risikobeurteilung oder DIN EN 16005 zur Türsicherheit) sind aufgelistet. Die Konformitätserklärung wird von einer benannten verantwortlichen Person des Herstellers unterzeichnet und belegt, dass eine Risikobeurteilung durchgeführt und alle Schutzziele eingehalten wurden. Häufig ist auch vermerkt, welche Prüforganisationen oder Zertifikate einbezogen wurden (z. B. falls ein TÜV-Prüfbericht vorliegt) und ab welchem Datum die CE-Kennzeichnung gilt.

Im Facility Management wird die EU-Konformitätserklärung zusammen mit der Betriebsanleitung in der Objektakte aufbewahrt. Sie ist bei Abnahmen – etwa durch die Bauaufsicht, Prüfsachverständige oder den Sicherheitsingenieur – vorzulegen, um nachzuweisen, dass die Türanlage rechtmäßig in Betrieb genommen wurde. Fehlt diese Erklärung, darf die Anlage eigentlich nicht betrieben werden, da die CE-Kennzeichnung ohne Konformitätsnachweis ungültig wäre. Für den Betreiber schafft das Dokument auch Haftungssicherheit: Im Schadensfall kann er belegen, ein vorschriftenkonformes und geprüftes Produkt eingesetzt zu haben. Die EU-Konformitätserklärung ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil der Dokumentation, um die rechtliche Konformität und Produktsicherheit der automatischen Tür in Rettungswegen zu untermauern.

Europäische Bewertungsdokumente

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Europäisches Bewertungsdokument (EAD / ETA)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Bewertung nicht harmonisierter Bauprodukte und deren Einsatzbedingungen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; Regulation (EU) 2024/3110

Schlüsselelemente

• Prüf- und Bewertungsmethoden
• Technische Spezifikationen und Geltungsbereich
• Bedingungen der Verwendbarkeit
• Kennzeichnung und Nachverfolgbarkeit

Verantwortlich

Benannte Stelle (z. B. DIBt / EOTA)

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Bauproduktakte; wird bei Sonderlösungen oder nicht harmonisierten Bauarten erforderlich.

Erläuterung

Europäische Bewertungsdokumente (EAD) und darauf basierende Europäische Technische Bewertungen (ETA) spielen insbesondere dann eine Rolle, wenn für ein Bauprodukt – hier die automatische Türanlage – keine harmonisierte Produktnorm existiert oder eine neuartige Konstruktion vorliegt. Ein EAD ist ein von der Europäischen Organisation für technische Bewertung (EOTA) in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten erarbeitetes Prüf- und Bewertungsverfahren, das die Leistungsanforderungen und Prüfmethoden für solche speziellen Produkte festlegt. Auf Grundlage eines EAD kann dann eine Europäische Technische Bewertung (ETA) für das konkrete Produkt durch eine benannte Stelle (in Deutschland z. B. das DIBt) ausgestellt werden. Darin wird bestätigt, dass das Produkt die definierten technischen Eigenschaften und Leistungen erbringt und unter welchen Bedingungen es verwendet werden darf. Solche Dokumente umfassen z. B. Angaben über geprüfte Festigkeits- und Funktionskennwerte, Anwendungsgrenzen (etwa maximal zulässige Abmessungen, Umgebungsklassen) sowie Auflagen für Einbau und Wartung.

Für automatische Fluchtweg-Schiebetüren wurden lange Zeit nationale Nachweisverfahren angewandt (z. B. die AutSchR-Richtlinie in Verbindung mit einer Übereinstimmungserklärung des Herstellers gemäß Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen), sodass keine separate bauaufsichtliche Zulassung erforderlich war. Bei innovativen oder von den Richtlinien abweichenden Bauarten kann jedoch eine ETA notwendig werden. Sie stellt sicher, dass das Produkt EU-weit als gleichwertig sicher und leistungsfähig anerkannt ist. Im Facility Management werden solche Bewertungsdokumente in der Bauproduktakte des Gebäudes archiviert. Insbesondere bei Behördenabnahmen oder Gebäudeaudits dienen sie als Nachweis, dass die eingebaute Türanlage baurechtlich zulässig und nach einem definierten Verfahren geprüft wurde. Damit ergänzen EAD/ETA die CE-Dokumentation um eine baurechtliche Komponente und gewährleisten, dass auch für Sonderlösungen ein anerkannter Leistungsnachweis vorliegt.

Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG § 5 / ArbStättV

Zweck & Geltungsbereich

Beurteilung der Gefahren, die von automatischen Türsystemen in Arbeits- und Fluchtbereichen ausgehen.

Relevante Regelwerke/Normen

ArbStättV; ASR V3; DIN EN ISO 12100; DGUV Regel 100-500

Schlüsselelemente

• Risikoanalyse der Bewegungs- und Quetschstellen
• Beurteilung der Notöffnung und Brandfallsteuerung
• Prüfintervalle und Wartungsmaßnahmen
• Dokumentation von Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber / Sicherheitsfachkraft

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Betriebsorganisation; wird regelmäßig aktualisiert und bei Audits vorgelegt.

Erläuterung

Die Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz ist für automatische Türen in Arbeitsstätten ein Pflichtdokument, da solche Anlagen potenzielle Risiken für Beschäftigte und Besucher bergen. In dieser Unterlage werden sämtliche Gefahren, die von der Türanlage ausgehen können, systematisch ermittelt und bewertet. Typische Gefährdungen sind z. B. Quetsch- und Scherstellen an den beweglichen Türflügeln, ein mögliches Einklemmen von Personen oder auch das Risiko eines Nicht-Öffnens im Notfall (etwa bei Stromausfall oder Ausfall der Sensorik). Die Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt die vorhandenen technischen Schutzmaßnahmen der Tür (wie Sensorleisten, Lichtschranken, Notstrom-Puffer oder mechanische Notentriegelung) und prüft, ob diese ausreichend sind. Falls Restrisiken verbleiben, werden organisatorische Maßnahmen festgelegt – etwa deutliche Hinweisschilder, eine Unterweisung der Mitarbeiter im sicheren Verhalten oder Beschränkungen der Nutzung (z. B. dass im Türbereich keine Gegenstände abgestellt werden dürfen).

Gemäß Arbeitsstättenverordnung und der zugehörigen Regel ASR V3 („Gefährdungsbeurteilung“) muss diese Beurteilung schriftlich dokumentiert und aktuell gehalten werden. Das Dokument enthält konkrete Schutzmaßnahmen und weist Verantwortlichkeiten aus: Beispielsweise wird festgelegt, dass die regelmäßige Sicherheitsprüfung der Tür (zwei Mal jährlich) durch eine befähigte Person zu veranlassen ist, und es wird benannt, wer dafür verantwortlich ist. Auch Notfallszenarien – etwa wie im Brandfall die Tür entriegelt wird – sind beschrieben, einschließlich der Zuständigkeiten (z. B. automatische Öffnung durch die Brandmeldeanlage oder manuelle Notöffnung durch das Personal).

Im FM-Alltag dient die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Kontrollinstrument für die Betreiberverantwortung. Sie wird regelmäßig (mindestens jährlich) oder bei Änderungen an der Anlage bzw. Nutzungsänderungen des Gebäudes überprüft und fortgeschrieben. Bei internen Audits oder Begehungen durch Aufsichtsbehörden und Unfallversicherer muss der Betreiber diese Dokumentation vorlegen können. Eine gewissenhaft durchgeführte und dokumentierte Gefährdungsbeurteilung zeigt, dass der Betreiber seinen Schutzpflichten nachkommt und alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen hat, um Unfälle mit der automatischen Tür zu verhindern.

Technische Produktdokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Technische Dokumentation der Türanlage

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte technische Beschreibung und Nachweisführung über Aufbau, Funktion und Komponenten.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Stücklisten und Funktionsdiagramme
• Werkstoff- und Bauteilnachweise
• Prüfzertifikate der Antriebe und Sensorik
• Nachweise zur Notstromversorgung

Verantwortlich

Hersteller / Fachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen; dient im FM zur Störungsanalyse, Ersatzteilverwaltung und Nachweisführung gegenüber Aufsichtsbehörden.

Erläuterung

Die technische Produktdokumentation fasst alle konstruktiven und prüftechnischen Unterlagen der Türanlage zusammen. Sie stellt sicher, dass Aufbau, Funktionsweise und Qualität aller Komponenten transparent nachvollziehbar sind. Typische Bestandteile sind detaillierte Stücklisten, in denen sämtliche Bauteile – vom Antriebsmotor über Sensoren und Steuerungseinheiten bis hin zu Beschlägen – mit ihren Spezifikationen aufgeführt sind. Konstruktionszeichnungen und Funktionsdiagramme (z. B. Schaltpläne der Steuerung oder Ablaufdiagramme der Fluchtwegsteuerung) veranschaulichen den Aufbau des Systems und das Zusammenwirken der Komponenten. Zudem enthält die Dokumentation diverse Nachweise und Zertifikate: etwa Prüfzertifikate der eingesetzten Sicherheitssensoren, Testprotokolle der Antriebe (z. B. Belastungs- und Dauerlauftests) oder Unterlagen zur Notstromversorgung (etwa Berechnungen, wie lange die Tür im Notbetrieb offen gehalten werden kann).

Diese technischen Unterlagen werden nach Richtlinie VDI 6026 strukturiert und dem Betreiber als Teil der Revisionsunterlagen übergeben. Im Facility Management bilden sie eine unverzichtbare Grundlage für den gesamten Lebenszyklus der Türanlage. Bei Störungen kann anhand von Schaltplänen und Komponentenlisten gezielt die Fehlerursache ermittelt werden. Die Kenntnis der verbauten Teile erleichtert auch die Ersatzteilbeschaffung, da ein defektes Bauteil exakt identifiziert und durch das spezifizierte Ersatzteil ersetzt werden kann.

Zudem verlangen Aufsichtsbehörden oder Sachverständige bei Prüfungen gelegentlich Einsicht in technische Nachweise – zum Beispiel um sicherzustellen, dass die Türanlage die vorgeschriebenen Sicherheitsfunktionen erfüllt oder dass konstruktive Änderungen fachgerecht dokumentiert sind. Mit einer vollständigen technischen Dokumentation kann der Betreiber solche Compliance-Nachweise jederzeit erbringen. Schließlich ermöglicht die Dokumentation, zukünftige Nachrüstungen oder Modernisierungen fundiert zu planen, da alle ursprünglichen Spezifikationen bekannt sind. Damit gewährleistet sie die Transparenz über den Aufbau und die Leistungsfähigkeit der Türanlage und bildet die Basis für einen sicheren, effizienten und regelkonformen Betrieb über die gesamte Nutzungsdauer.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung gemäß Maschinenverordnung (EU) 2023/1230

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt Montage, Betrieb, Instandhaltung und Sicherheitshinweise der automatischen Türanlage einschließlich Notfallfunktionen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN 12693; DIN EN ISO 12100; DIN EN 1012-1; VDI 6026-1; 9. ProdSV

Schlüsselelemente

• Sicherheits- und Gefahrenhinweise (Betriebs- und Wartungszustände)
• Technische Daten (Antrieb, Sensorik, Energieversorgung)
• Bedienung, Notöffnung und Reset-Prozeduren
• Wartungsintervalle und Ersatzteile
• Prüf- und Dokumentationspflichten

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxis-Hinweise

Pflichtdokument nach EU-Maschinenrecht; Grundlage für CE-Kennzeichnung, Betreiberunterweisung und wiederkehrende Prüfungen.

Erläuterung

Die Betriebsanleitung dient der sicheren Bedienung und Instandhaltung der Türanlage. Im Facility Management bildet sie die Basis für Gefährdungsbeurteilungen, Prüfprotokolle und Schulungsunterlagen für Instandhaltungs- und Sicherheitspersonal. Gemäß EU-Maschinenverordnung muss der Hersteller die Betriebsanleitung verständlich und in der Landessprache (Deutsch) bereitstellen. Sie ist ein Pflichtdokument für die CE-Kennzeichnung der Türanlage und dient als Grundlage für die Einweisung des Bedien- und Wartungspersonals. Im FM-Alltag werden daraus Wartungspläne, Checklisten für Routinekontrollen sowie Schulungsunterlagen abgeleitet, um den sicheren Betrieb über den gesamten Lebenszyklus der Tür sicherzustellen.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung für kraftbetätigte Türen und Tore

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt betriebsspezifische Anforderungen und Schutzmaßnahmen für automatische Türsysteme im Gebäudeumfeld.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 12978; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Hinweise zur Integration in Fluchtwegsysteme
• Schließkräfte und Bewegungsbegrenzung
• Sicherheitsfunktionen (Sensorüberwachung, Not-Entriegelung)
• Prüf- und Wartungsvorgaben nach DIN EN 16005

Verantwortlich

Hersteller / Facherrichter

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Übergabedokumentation an den Betreiber; wird in Wartungsbüchern und Gefährdungsbeurteilungen hinterlegt.

Erläuterung

Diese Betriebsanleitung ergänzt die maschinenspezifischen Dokumente um gebäudebezogene Sicherheitsanforderungen und ist im FM-Betrieb zentral für regelmäßige Funktionsprüfungen, Instandhaltungen und Betriebsanweisungen. Insbesondere für Türen in Rettungswegen beschreibt dieses Dokument alle nötigen Notfallfunktionen und Schnittstellen – etwa die Ansteuerung durch die Brandmeldeanlage, automatisches Öffnen bei Stromausfall oder eine mechanische Notentriegelung für Evakuierungsfälle. Zudem legt es betriebliche Betriebsgrenzen und Schutzmaßnahmen fest (z.B. maximale Schließkräfte, Sensorüberwachung gemäß DIN EN 16005) sowie die Intervalle und Verfahren für regelmäßige Sicherheitsprüfungen. Gemäß der ASR A1.7 und DIN EN 16005 sollte eine sicherheitstechnische Prüfung mindestens einmal jährlich durch eine sachkundige Person erfolgen; entsprechende Vorgaben aus der Betriebsanleitung werden im FM in Wartungsplänen und Prüfbüchern berücksichtigt. Somit stellt diese gebäudespezifische Anleitung sicher, dass die Tür im Alltag korrekt in das Fluchtwegsystem integriert, ordnungsgemäß gewartet und geprüft wird.

Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Sicherheits- und Betriebsinformationen für elektrische Betriebsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit, Integration und CE-Konformität der Steuer- und Energieversorgungssysteme.

Relevante Regelwerke/Normen

1. ProdSV; Directive 2014/35/EU (Low Voltage Directive); Directive 2014/30/EU (EMV); DIN EN 60204-1

Schlüsselelemente

• Elektrische Schaltpläne und Schutzmaßnahmen
• Hinweise zu EMV-Verhalten und Erdung
• Prüfwerte (Isolations-, Schutzleiterprüfung)
• Wartungs- und Prüfzyklen elektrischer Komponenten

Verantwortlich

Hersteller / Elektrofachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der CE-Technischen Dokumentation; dient bei DGUV V3-Prüfungen als Nachweis der elektrischen Betriebssicherheit.

Erläuterung

Dieses Dokument sichert die elektrische und funktionale Sicherheit der Türanlage. Im FM wird es für jährliche Sicherheitsprüfungen und elektrische Instandhaltung verwendet. Es enthält unter anderem detaillierte Schaltpläne, Beschreibungen der Schutzschaltungen (z.B. Not-Aus, Überstrom- und Fehlerstromschutz) sowie die vorgeschriebenen Prüfwerte, die für Abnahmen und wiederkehrende Prüfungen relevant sind. Für den Facility Manager dient diese Dokumentation als Referenz bei Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3, um sicherzustellen, dass alle elektrischen Komponenten den Sicherheitsstandards entsprechen. Bei Störungen ermöglicht ein Blick in die Schaltpläne und Anschlusslisten, Fehlerquellen rasch zu identifizieren und gezielt zu beheben. Gleichzeitig wird durch diese Unterlagen die Einhaltung der Niederspannungs- und EMV-Richtlinien nachgewiesen – ein wichtiger Baustein der CE-Konformität der Türanlage.

EU-Konformitätserklärung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

EU-Konformitätserklärung nach Maschinenverordnung

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der EU-Maschinenverordnung und relevanter Normen entspricht.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN ISO 12100

Schlüsselelemente

• Identifikation des Produkts und Seriennummern
• Liste angewandter Richtlinien und Normen
• Angaben zu Prüfstellen und Zertifikaten
• Unterschrift des Verantwortlichen
• CE-Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller / Importeur

Praxis-Hinweise

Pflichtnachweis zur CE-Kennzeichnung; wird bei Bau- und Sicherheitsabnahmen geprüft.

Europäische Bewertungsdokumente

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Europäisches Bewertungsdokument (EAD / ETA)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Bewertung nicht harmonisierter Bauprodukte und deren Einsatzbedingungen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; Regulation (EU) 2024/3110

Schlüsselelemente

• Prüf- und Bewertungsmethoden
• Technische Spezifikationen und Geltungsbereich
• Bedingungen der Verwendbarkeit
• Kennzeichnung und Nachverfolgbarkeit

Verantwortlich

Benannte Stelle (z. B. DIBt / EOTA)

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Bauproduktakte; wird bei Sonderlösungen oder nicht harmonisierten Bauarten erforderlich.

Erläuterung

Diese Bewertungen sichern die europaweite Verwendbarkeit und Leistungsgleichwertigkeit spezieller Türsysteme. Im FM werden sie als Nachweis für Gebäudekonformität und Produktsicherheit archiviert. Ein Europäisches Bewertungsdokument (EAD) und die darauf basierende Europäische Technische Bewertung (ETA) kommen zur Anwendung, wenn für das Türsystem keine harmonisierte Norm existiert. Dadurch kann das Produkt dennoch eine CE-Kennzeichnung nach der Bauproduktenverordnung erhalten und EU-weit eingesetzt werden. In der ETA sind sämtliche geprüften Leistungsmerkmale und Bedingungen festgehalten – zum Beispiel, welche Feuerwiderstandsdauer oder mechanische Belastung das Türsystem aushält und unter welchen Einbauvoraussetzungen die Bewertung gilt. Der Facility Manager bewahrt EAD/ETA-Dokumente in der Bauproduktakte des Gebäudes auf und stellt sicher, dass eventuelle Auflagen daraus im Betrieb eingehalten werden (z.B. bestimmte Wartungsintervalle oder Einschränkungen der Nutzung). Bei behördlichen Abnahmen oder Sachverständigenprüfungen dienen diese Dokumente als entscheidender Nachweis dafür, dass auch nicht harmonisierte Türlösungen den erforderlichen Sicherheits- und Leistungsanforderungen gerecht werden.

Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG § 5 / ArbStättV

Zweck & Geltungsbereich

Beurteilung der Gefahren, die von automatischen Türsystemen in Arbeits- und Fluchtbereichen ausgehen.

Relevante Regelwerke/Normen

ArbStättV; ASR V3; DIN EN ISO 12100; DGUV Regel 100-500

Schlüsselelemente

• Risikoanalyse der Bewegungs- und Quetschstellen
• Beurteilung der Notöffnung und Brandfallsteuerung
• Prüfintervalle und Wartungsmaßnahmen
• Dokumentation von Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber / Sicherheitsfachkraft

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Betriebsorganisation; wird regelmäßig aktualisiert und bei Audits vorgelegt.

Erläuterung

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein zentrales Werkzeug zur Risikoprävention. Im Facility Management wird sie im Rahmen der jährlichen Betreiberverantwortung und internen Arbeitssicherheitsaudits überprüft. In diesem Dokument analysiert der Arbeitgeber bzw. die Sicherheitsfachkraft alle potenziellen Gefahren, die von der automatischen Tür ausgehen – von Quetsch- und Scherstellen an Türpfosten oder -blättern, über Fehlfunktionen der Sensorik bis hin zum Versagen der Tür im Notfall. Aufbauend auf dieser Analyse werden geeignete Schutzmaßnahmen festgelegt (z.B. Installation zusätzlicher Sensorleisten oder Lichtschranken, regelmäßige Funktionsprüfungen der Notöffnung, Kennzeichnung transparenter Türflächen in Augenhöhe) und in der Gefährdungsbeurteilung dokumentiert. Ebenso werden Verantwortlichkeiten definiert, etwa welche Fachfirma die Wartung durchführt, wer die tägliche Sichtkontrolle übernimmt oder wer im Störungsfall die Anlage außer Betrieb nehmen darf. Gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz und ArbStättV ist die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig zu aktualisieren – insbesondere nach technischen Änderungen an der Türanlage, nach relevanten Vorfällen oder wenn neue Vorschriften in Kraft treten. Für den Facility Manager ist diese Dokumentation ein Nachweis dafür, dass alle Risiken erkannt und erforderliche Gegenmaßnahmen getroffen wurden; entsprechend wird sie bei Behördeninspektionen oder BG-Audits als prüfbares Dokument vorgelegt.

Technische Produktdokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Technische Dokumentation der Türanlage

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte technische Beschreibung und Nachweisführung über Aufbau, Funktion und Komponenten.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Stücklisten und Funktionsdiagramme
• Werkstoff- und Bauteilnachweise
• Prüfzertifikate der Antriebe und Sensorik
• Nachweise zur Notstromversorgung

Verantwortlich

Hersteller / Fachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen; dient im FM zur Störungsanalyse, Ersatzteilverwaltung und Nachweisführung gegenüber Aufsichtsbehörden.

Erläuterung

Die technische Dokumentation sichert die vollständige Nachvollziehbarkeit von Aufbau und Funktion der Türanlage. Im FM ist sie entscheidend für Betriebsoptimierung, Inspektion und Nachrüstungen. Sie umfasst sämtliche Detailunterlagen der Anlage – von Konstruktionszeichnungen, elektrischen Schaltplänen und Stücklisten bis hin zu Prüfprotokollen und Zertifikaten für sicherheitsrelevante Komponenten (z.B. Antriebe, Sensoren, Notstromversorgung). Üblicherweise wird diese Dokumentation gemäß VDI 6026 strukturiert und dem Betreiber nach Inbetriebnahme als Teil der Revisionsunterlagen übergeben. Im laufenden Betrieb bildet sie die Grundlage für eine effiziente Instandhaltung und Störungsbehebung. Service-Techniker können anhand von Funktionsbeschreibungen und Stromlaufplänen Probleme gezielt lokalisieren und beheben. Auch für das Ersatzteilmanagement ist die Dokumentation unverzichtbar: Anhand der enthaltenen Stücklisten und technischen Daten lassen sich passende Ersatzteile und Verschleißkomponenten eindeutig bestimmen. Bei geplanten Änderungen oder Erweiterungen – etwa der Anbindung der Tür an ein Gebäudeautomationssystem oder der Nachrüstung zusätzlicher Sensorik – liefert die vorhandene Dokumentation alle notwendigen Informationen, um diese Maßnahmen fachgerecht zu planen. Nicht zuletzt verlangen Aufsichtsbehörden oder Sachverständige bei Prüfungen Einblick in die technischen Unterlagen. Eine lückenlose technische Dokumentation ermöglicht es dem Betreiber, jederzeit den ordnungsgemäßen Zustand und die Konformität der Türanlage belegen zu können, was im Ernstfall (z.B. Unfalluntersuchungen) von entscheidender Bedeutung ist.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung gemäß Maschinenverordnung (EU) 2023/1230

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt Montage, Betrieb, Instandhaltung und Sicherheitshinweise der automatischen Türanlage einschließlich Notfallfunktionen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN 12693; DIN EN ISO 12100; DIN EN 1012-1; VDI 6026-1; 9. ProdSV

Schlüsselelemente

• Sicherheits- und Gefahrenhinweise (Betriebs- und Wartungszustände)
• Technische Daten (Antrieb, Sensorik, Energieversorgung)
• Bedienung, Notöffnung und Reset-Prozeduren
• Wartungsintervalle und Ersatzteile
• Prüf- und Dokumentationspflichten

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxis-Hinweise

Pflichtdokument nach EU-Maschinenrecht; Grundlage für CE-Kennzeichnung, Betreiberunterweisung und wiederkehrende Prüfungen.

Erläuterung

Die Betriebsanleitung ist essenziell für die sichere Bedienung und Instandhaltung der Türanlage. Gemäß der EU-Maschinenverordnung muss für jede Maschine eine detaillierte Anleitung vorliegen, die alle sicherheitsrelevanten Hinweise, Bedienanweisungen und Wartungsvorgaben enthält. Anders als ein Produktprospekt beinhaltet sie konkrete Anweisungen zur gefahrlosen Montage, zum korrekten Betrieb sowie zur sachgerechten Instandhaltung der automatischen Schiebetür – einschließlich Vorgehensweisen bei Störungen oder Notfällen. Im Facility Management dient die Betriebsanleitung als zentrale Referenz: Sie wird für die Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen herangezogen, bestimmt Intervalle und Inhalte von Wartungs- und Prüfplänen und bildet die Grundlage für die Unterweisung des Bedien- und Instandhaltungspersonals. Nur durch konsequente Beachtung der Betriebsanleitung kann der Betreiber seine Pflichten erfüllen und die Türanlage rechtskonform sowie sicher betreiben.

Betriebsanleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Betriebsanleitung für kraftbetätigte Türen und Tore

Zweck & Geltungsbereich

Beschreibt betriebsspezifische Anforderungen und Schutzmaßnahmen für automatische Türsysteme im Gebäudeumfeld.

Relevante Regelwerke/Normen

DIN EN 12978; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Hinweise zur Integration in Fluchtwegsysteme
• Schließkräfte und Bewegungsbegrenzung
• Sicherheitsfunktionen (Sensorüberwachung, Not-Entriegelung)
• Prüf- und Wartungsvorgaben nach DIN EN 16005

Verantwortlich

Hersteller / Facherrichter

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Übergabedokumentation an den Betreiber; wird in Wartungsbüchern und Gefährdungsbeurteilungen hinterlegt.

Erläuterung

Diese Betriebsanleitung ergänzt die maschinenspezifischen Unterlagen um gebäudebezogene Sicherheitsanforderungen. Sie stellt sicher, dass die automatische Tür im konkreten Gebäudeumfeld – insbesondere im Flucht- und Rettungsweg – sicher integriert ist. So werden z.B. Besonderheiten der Einbindung in das Fluchtwegsystem beschrieben, einschließlich der Kopplung an Brandmeldeanlagen, einer eventuellen Notstromversorgung oder speziellen Not-Entriegelungsmechanismen. Die Erstellung dieser betriebsspezifischen Anleitung erfolgt typischerweise durch den Facherrichter im Rahmen der Anlagenübergabe an den Betreiber. Im laufenden Gebäudebetrieb nutzen Facility Manager das Dokument, um regelmäßige Funktionsprüfungen (etwa monatliche Tests der Notöffnung) und Wartungsarbeiten gemäß den Vorgaben – z.B. nach DIN EN 16005 – durchzuführen. Auch interne Betriebsanweisungen für Nutzer oder Sicherheitspersonal stützen sich auf die Angaben dieser Anleitung, damit die Türanlage jederzeit ordnungsgemäß und sicher betrieben wird.

Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Sicherheits- und Betriebsinformationen für elektrische Betriebsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit, Integration und CE-Konformität der Steuer- und Energieversorgungssysteme.

Relevante Regelwerke/Normen

1. ProdSV; Directive 2014/35/EU (Niederspannungsrichtlinie); Directive 2014/30/EU (EMV); DIN EN 60204-1

Schlüsselelemente

• Elektrische Schaltpläne und Schutzmaßnahmen
• Hinweise zu EMV-Verhalten und Erdung
• Prüfwerte (Isolations-, Schutzleiterprüfung)
• Wartungs- und Prüfzyklen elektrischer Komponenten

Verantwortlich

Hersteller / Elektrofachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der CE-Technischen Dokumentation; dient bei DGUV V3-Prüfungen als Nachweis der elektrischen Betriebssicherheit.

Erläuterung

Dieses Dokument gewährleistet die elektrische und funktionale Sicherheit der Türanlage. Es enthält vollständige Schalt- und Stromlaufpläne, Angaben zu Schutzerdung, Absicherung und EMV-Verträglichkeit sowie nachgemessene Prüfwerte (z.B. Isolationswiderstände, Schutzleiterdurchgang) aller relevanten elektrischen Komponenten. Damit wird die Konformität der Steuerungs- und Antriebseinheiten mit der Niederspannungs- und EMV-Richtlinie belegt. Im Facility Management sind diese Unterlagen unerlässlich für die regelmäßigen Sicherheitsprüfungen – insbesondere die DGUV Vorschrift 3 Prüfungen – bei denen unter anderem Not-Halt-Einrichtungen, Isolationswerte und Erdungsverbindungen überprüft werden. Auch bei Störungsanalysen (z.B. Ausfall der Antriebsteuerung oder Spannungsversorgung) ermöglichen die detaillierten elektrischen Pläne eine zielgerichtete Fehlersuche und rasche Instandsetzung.

EU-Konformitätserklärung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

EU-Konformitätserklärung nach Maschinenverordnung

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der EU-Maschinenverordnung und relevanter Normen entspricht.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 2023/1230; Directive 2006/42/EC; DIN EN ISO 12100

Schlüsselelemente

• Identifikation des Produkts und Seriennummern
• Liste angewandter Richtlinien und Normen
• Angaben zu Prüfstellen und Zertifikaten
• Unterschrift des Verantwortlichen
• CE-Kennzeichnung

Verantwortlich

Hersteller / Importeur

Praxis-Hinweise

Pflichtnachweis zur CE-Kennzeichnung; wird bei Bau- und Sicherheitsabnahmen geprüft.

Erläuterung

Die EU-Konformitätserklärung ist die formale Bestätigung des Herstellers, dass die Türanlage alle geltenden EU-Richtlinien und -Verordnungen einhält. Für automatische Schiebetüren betrifft dies insbesondere die Maschinenrichtlinie bzw. -verordnung und gegebenenfalls zusätzlich einschlägige Richtlinien wie die Niederspannungs- und EMV-Richtlinie. Das Dokument führt die konkreten Produktidentifikationsdaten (Modell, Typ, Seriennummer), die angewandten Normen und Richtlinien, eventuelle Prüfbescheinigungen sowie den Verantwortlichen mit Unterschrift auf. Es bildet die Grundlage für die CE-Kennzeichnung an der Anlage und ist Voraussetzung für das rechtmäßige Inverkehrbringen und Betreiben. Im Facility Management wird die Konformitätserklärung in der Objekt- und Betreiberdokumentation sorgfältig archiviert. Bei behördlichen Abnahmen oder Audits kann sie so jederzeit vorgelegt werden, um die Rechtskonformität und den sicheren Status der Türanlage nachzuweisen. Auch bei späteren Änderungen oder Erweiterungen dient sie als Referenz, um sicherzustellen, dass die Konformität weiterhin gewahrt bleibt.

Europäische Bewertungsdokumente

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Europäisches Bewertungsdokument (EAD / ETA)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Bewertung nicht harmonisierter Bauprodukte und deren Einsatzbedingungen.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; Regulation (EU) 2024/3110

Schlüsselelemente

• Prüf- und Bewertungsmethoden
• Technische Spezifikationen und Geltungsbereich
• Bedingungen der Verwendbarkeit
• Kennzeichnung und Nachverfolgbarkeit

Verantwortlich

Benannte Stelle (z. B. DIBt / EOTA)

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Bauproduktakte; wird bei Sonderlösungen oder nicht harmonisierten Bauarten erforderlich.

Erläuterung

Ein Europäisches Bewertungsdokument (EAD) bzw. eine darauf basierende Europäische Technische Bewertung (ETA) kommt dann zum Einsatz, wenn für ein Bauprodukt – wie z.B. eine spezielle automatische Türanlage – keine harmonisierte Norm existiert oder das Produkt von bestehenden Normen abweicht. In solchen Fällen ermöglicht das EAD/ETA eine offizielle technische Bewertung des Produkts. Das Dokument beschreibt detailliert die Leistungsmerkmale, die angewandten Prüfverfahren und die Bedingungen, unter denen das Produkt verwendet werden darf. Es wird von einer benannten Stelle (in Deutschland z.B. dem DIBt in Zusammenarbeit mit EOTA) geprüft und ausgestellt. Für den Betreiber bedeutet ein solches Bewertungsdokument, dass auch eine unkonventionelle oder neuartige Türlösung bauaufsichtlich anerkannt ist und den grundlegenden Anforderungen entspricht. Im Facility Management werden EAD/ETA-Unterlagen entsprechend in der Bau- bzw. Anlagendokumentation aufbewahrt. Dadurch kann bei Bauabnahmen, behördlichen Anfragen oder zukünftigen Umbauten jederzeit nachgewiesen werden, dass das eingebaute Türsystem rechtskonform verwendbar und leistungsmäßig gleichwertig zu standardisierten Lösungen ist.

Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG § 5 / ArbStättV

Zweck & Geltungsbereich

Beurteilung der Gefahren, die von automatischen Türsystemen in Arbeits- und Fluchtbereichen ausgehen.

Relevante Regelwerke/Normen

ArbStättV; ASR V3; DIN EN ISO 12100; DGUV Regel 100-500

Schlüsselelemente

• Risikoanalyse der Bewegungs- und Quetschstellen
• Beurteilung der Notöffnung und Brandfallsteuerung
• Prüfintervalle und Wartungsmaßnahmen
• Dokumentation von Schutzmaßnahmen und Zuständigkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber / Sicherheitsfachkraft

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Betriebsorganisation; wird regelmäßig aktualisiert und bei Audits vorgelegt.

Erläuterung

Gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsstättenverordnung ist der Betreiber verpflichtet, für die automatische Türanlage im Arbeitsbereich bzw. Fluchtweg eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. In dieser Dokumentation werden systematisch alle potenziellen Gefahren und Risiken ermittelt, die von der Tür ausgehen können – etwa Quetsch- und Schergefahren an den Türflügeln, Risiken bei Stromausfall oder Steuerungsfehlern, sowie Aspekte des Brandschutzes (z.B. Verhalten der Tür im Brandfall). Auf Basis der Analyse legt die Gefährdungsbeurteilung geeignete Schutzmaßnahmen fest. Dies umfasst zum Beispiel die Einstellung sicherer Schließkräfte, die regelmäßige Funktionsprüfung der Notöffnung, die Installation zusätzlicher Sicherheits-Sensoren oder organisatorische Maßnahmen wie Mitarbeiterunterweisungen und Absperrungen bei Wartung. Zudem werden im Dokument die erforderlichen Prüfintervalle (z.B. jährliche Sachkundigenprüfung) und klar zugewiesene Verantwortlichkeiten für die Umsetzung der Maßnahmen festgeschrieben, um einen dauerhaft sicheren Zustand der Anlage zu gewährleisten.

Im Facility Management ist die Gefährdungsbeurteilung ein lebendes Dokument, das regelmäßig – mindestens jedoch bei jeder wesentlichen Änderung an der Türanlage oder den Nutzungsbedingungen – überprüft und aktualisiert wird. Sie ist fester Bestandteil der Betreiberorganisation und wird bei internen Arbeitssicherheitsaudits oder externen Überprüfungen, z.B. durch die Berufsgenossenschaft, vorgelegt. Dies belegt, dass der Betreiber die mit der Türanlage verbundenen Risiken erkannt hat und aktiv durch passende Maßnahmen für die Risikoprävention sorgt.

Technische Produktdokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttitel/-typ

Technische Dokumentation der Türanlage

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte technische Beschreibung und Nachweisführung über Aufbau, Funktion und Komponenten.

Relevante Regelwerke/Normen

Regulation (EU) 305/2011; VDI 6026-1

Schlüsselelemente

• Stücklisten und Funktionsdiagramme
• Werkstoff- und Bauteilnachweise
• Prüfzertifikate der Antriebe und Sensorik
• Nachweise zur Notstromversorgung

Verantwortlich

Hersteller / Fachplaner

Praxis-Hinweise

Bestandteil der Revisionsunterlagen; dient im FM zur Störungsanalyse, Ersatzteilverwaltung und Nachweisführung gegenüber Aufsichtsbehörden.

Erläuterung

Die technische Produktdokumentation umfasst sämtliche Unterlagen und Zeichnungen, welche den Aufbau und die Funktion der Türanlage lückenlos beschreiben. Sie enthält neben Stücklisten und detaillierten Konstruktionsplänen auch Materialnachweise sowie Prüfzertifikate wichtiger Komponenten – beispielsweise für den Antriebsmotor, die Sensorik oder die Notstrombatterie des Systems. Dadurch ist sichergestellt, dass Konstruktion und Auslegung der Anlage jederzeit nachvollziehbar sind und alle verbauten Teile den erforderlichen Spezifikationen entsprechen.

Im Facility Management gehört diese technische Dokumentation zu den Revisionsunterlagen, die nach der Inbetriebnahme vom Hersteller oder Fachplaner an den Betreiber übergeben werden. Die Dokumente werden genutzt, um bei Störungen schnell die betroffenen Bauteile zu identifizieren und passende Ersatzteile zu beschaffen. Ebenso bildet die Dokumentation die Grundlage, um Nachrüstungen oder Änderungen (z.B. Einbau zusätzlicher Sicherheitssensoren) fachgerecht durchzuführen und zu dokumentieren. Eine vollständige technische Aktenlage erleichtert zudem den Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden, dass die Anlage gemäß den technischen Regeln errichtet und betrieben wird. Heute werden solche Unterlagen oft digital in CAFM-Systemen hinterlegt, sodass Techniker und Facility Manager alle Informationen für Betrieb, Wartung und Optimierung der Türanlage stets verfügbar haben.